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Das Objekt des Monats - Ein siebenjähriger "Federkrieg"

Franz Marin Kuen, Porträt von Joseph Deodat Werner von Kreith, um 1760, Dauerleihgabe der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Foto: Heimatmuseum
Franz Marin Kuen, Porträt Maria Eleonora Antonia von Kreith, um 1760, Dauerleihgabe der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Foto: Heimatmuseum
Prozessakten des Streits zwischen der Stadt Weißenhorn und der Fuggerherrschaft, Stadtarchiv Weißenhorn. Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von 1751 bis 1776 war Joseph Deodat Werner von Kreith Stadtschreiber in Weißenhorn. Neben Rat und Bürgermeister war dies das wichtigste Amt in der Stadt, dem die gesamte Verwaltung unterstand. Als gelernter Jurist kannte sich Kreith in Rechtssachen bestens aus. Streitbar vertrat er die Rechte der Bürgerschaft gegenüber den Fuggern, die seit 1507 Weißenhorn unter ihrer Herrschaft hatten. Sieben dick gefüllt Aktenbücher im Stadtarchiv berichten noch heut von den Auseinandersetzungen, die oft mit derben Worten und spitzer Feder ausgetragen wurden und erst nach sieben Jahren durch den vorderösterreichischen Landvogt beigelegt werden konnten.

 

Um 1760 ließ Kreith sich und seine Ehefrau, durch den Weißenhorner Maler Franz Martin Kuen (171911771) in typisch barocker Manier porträtieren. Treffsicher ist der Stadtschreiber als durchsetzungsstarken Adelsherr charakterisiert, während seine Frau majestätisch ihre kostbaren Gewänder zu Schau stellt.

 

 

 

Vor 550 Jahren gestiftet - Das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn

Blick auf die Heilig-Geist-Kirche in der Weißenhorner Altstadt, um 1930. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Am Abend vor Fronleichnam 1470 hat der Ulmer Priester und Bürger Peter Arnold das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn gestiftet. Aus dieser Stiftung ging 500 Jahre später die heutige Kreisspitalstiftung hervor, die in Weißenhorn die Stiftungsklinik betreibt.

Bildbericht statt Ausstellung

Zu Erinnerung daran, sollte in der ehemals zum Spital gehörenden Heilig-Geist-Kirche eine Ausstellung zur Geschichte des Spitals gezeigt werden. Wegen der Corona-Pandemie haben wir sie auf nächstes Jahr verschoben.

Hier vorab ein kleiner Bildbericht, der im Weißenhorner Stadtanzeiger erschienen ist.

Wieder geöffnet...

Römischer Pfannenstil. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Keltischer Eisenbarren. Weißenhorner Heimatmuseum
Kölner Bronzelöffel. Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

     

Ab Sonntag, 14. Juni ist das Archäologische Museum der Stadt Weißenhorn wieder geöffnet. Zwischen 14 und 16 Uhr können Sie wieder spannende Bodenfunde aus der Geschichte Weißenhorns und seiner Umgebung entdecken Ganz gleich, ob es sich um einen Pfannengriff aus der Römerzeit, einen keltischen Eisenbarren oder einen Bronzelöffel aus dem 15. Jahrhundert mit Kölner Meisterzeichen handelt, all diese Dinge geben Einblick in das Leben vergangener Jahrhunderte.

Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch die Vorbeugemaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Hinweise dazu hängen im Museum aus. 

 

 

Ein Blick ins Archäologische Museum

Zu Besuch im Heimatmuseum...

Von l. nach r.: Ulrich Hoffmann, Bernhard Jüstel (halb verdeckt), Philipp Hofmann, Andreas Ritter, Christian Simmnacher, Susanne Kuderna-Demuth, Claudia Graf-Rembold und Jürgen Bischof. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Am 25. Mai waren die neuen Mitglieder des Weißenhorner Stadtrats zu Gast im Museum. Im Beisein von Ulrich Hoffmann als erstem Vorstand des Museumsvereins und SR Bernhard Jüstel, wurden die "Neuen" von Claudia Graf-Rembold (Bauamt) und Matthias Kunze (Heimatmuseum) umfassend in das Großprojekt Sanierung und Neugestaltung des Heimatmuseums eingeführt.

Verschoben: moderne im Schloss - Felix Weinold "midsummer"

Auf Grund der Einschränkungen rund um die Corona-Pandämie wird die für 29. Mai zur Eröffnung vorgesehene Ausstellung mit Gemälden des Augsburger Künstlers Felix Weinold verschoben (siehe auch https://www.weissenhorn.de/tourismus-und-freizeit/heimatmuseum/vorschau/) .

 

Wir danken für Ihr Verständnis.

Objekt des Monats - Mai

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist die Weißenhornerin Walpurga Wagner, die Tochter des Glockenwirts, wie auf der Rückseite der Porträtminiatur zu lesen ist. 1808 wurde sie von dem Weißenhorner Maler Konrad Huber (1752-1830) porträtiert. Er war Schüler von Franz Martin Kuen, heiratete dessen Frau nach Kuens Tod und porträtierte viele Weißenhorner Bürger*innen im Großen und im Kleinen.

Der Brauereigasthof Glocke wurde bereits 1654 in der Memminger Straße (Nr. 29) errichtet. 1960 wurde er wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Ende der 90er Jahre wurde der Brau- und Gasthausbetrieb eingestellt und das Gebäude zu einem modernen Wohn und Bürohaus umgewandelt.

Wertvolle Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung

Das historische Messgewand
Detail des historischen Messgewands
Bildnis der Gräfin Euphemia Fugger
Restaurator Ralf Schmitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Großzügig und unbürokratisch unterstützt die Ernst von Siemens Kunststiftung die Restaurierung des historischen Messgewandes, welches aus Teilen des Hochzeitskleides der Gräfin Euphemia von Fugger (1762-1835) im 19. Jahrhundert geschneidert wurde. Sie übernimmt die Kosten der Maßnahme zu 100 Prozent im Rahmen ihrer kurzfristig aufgelegten „Corona-Förderlinie“

Das Messgewand bildet eines der wichtigsten Leitobjekte des Museums. Es wurde aus Teilen des Brautkleids der Euphemia Fugger hergestellt und von den Weißenhorner Pfarrgeistlichen für Hochzeitsmessen getragen. Euphemia war die letzte Gräfin aus dem Hause Fugger, die in Weißenhorn residierte. Sie genoss hier große Beliebtheit, da sie sich zum Beispiel in den napoleonischen Kriegen schützend vor die Stadt gestellt und so vor der Zerstörung bewahrt hatte. Daher gilt das Messgewand als Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Stadt und ihren Bürgern.

Die dringend notwendige Restaurierung des Gewandes wird der Textilrestaurator Ralf Schmitt vornehmen. Er hat bereits im März das kostbare Stück sorgfältig begutachtet und eine erste Notsicherung vorgenommen.

Wir freuen uns und danken dafür, dass die Ernst von Siemens Kunststiftung sich bereit erklärt hat, die Kosten der Restaurierung zu übernehmen, und damit den Erhalt dieses stadtgeschichtlich bedeutsamen Objektes zu sichern.

„Ein sinnloses sechsjähriges Morden und Zerstören hat seinen Abschluß gefunden“

Von l. nach r.: Lothar Hartmann, Alfred Haas, Ulrich Hoffmann und Matthias Kunze bei der Überreichung des Erinnerungsstücks. Foto: Helmut Schuler
Splitter vom Bombenangriff auf Weißenhorn am 13. September 1944. Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 26. April 1945 schrieb Schwester Alfonsa Forster diese Worte in ihre Chronik der Mädchenfortbildungsschule Weißenhorn. Auszüge daraus wurden bei einer kleinen Gedenkfeier vorgetragen, die leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Erinnerung an das Kriegsende 1945 am 25. April in der Stadtpfarrkirche ausgerichtet wurde. Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung eines Bombensplitters an das Heimatmuseum, der die zerstörerischen Kriegsereignisse in Weißenhorn symbolisiert. Er war bis jetzt im Besitz der Pfarrkirchenstiftung und wird im neu gestalteten Museum ausgestellt werden. Wir danken Pfarrer Lother Hartmann und Kirchenpfleger Alfred Haas für diese schöne Geste. Zeitgleich wurden wie vor 75 Jahren an vielen öffentlichen und privaten Gebäuden im Stadtgebiet weiße Fahnen als Zeichen für ein mutiges Zusammenstehen gehisst. Wir danken allen, die sich an dieser Aktion beteiligt haben.

16. April 1945 - Aufruf zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Weißenhorn

Fotocollage Norbert Riggenmann

Am 25. April 1945 wurde auf dem Turm der Stadtpfarrkirche als Zeichen der Kapitulation die weiße Fahne gehisst

Diese wagemutige Aktion verhinderte im letzten Augenblick die Zerstörung von Weißenhorn.

Am Tag darauf marschierten amerikanische Truppen kampflos in der Stadt ein. Damit war der Krieg in Weißenhorn beendet.

Zum Gedenken daran wird am 25. April wie vor 75 Jahren eine Weiße Fahne aus dem Turm der Weißenhorner Stadtpfarrkirche gehängt.

Wir rufen die Weißenhornerinnen und Weißenhorner auf, am 25.April – wie vor 75 Jahren – weiße Tücher, Fahnen, Bettlaken aus den Fenstern zu hängen und damit ein Zeichen zu setzen dafür,

    

 

 

 

 

 

 

 

   

  • dass wir mutig zusammenstehen – keine und keiner soll ausgegrenzt sein
  • dass wir mutig uns für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen – Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz
  • dass wir mutig für eine gute Zukunft unserer Stadt in einer intakten Umwelt eintreten

Ulrich Hoffmann, Vorstand des Heimat- und Museumsvereins Weißenhorn und Umgebung 1908 e.V.

Dr. Matthias Kunze, Leiter des Weißenhorner Heimatmuseums

Mitunterzeichner:

Nicola und Hans Amann, Stadtrat (WÜW); Marcus Biberacher, Stadtrat (CSU); Dr. Jürgen Bischof; CSU-Stadtratsfraktion; CSU-Ortsverband; Ingeborg Dick, Stadträtin (SPD); Christiane Döring, Stadträtin (GRÜNE); Andreas Erstling, Pfarrer; Evangelische Kirchengemeinde Weißenhorn;  FDP-Kreisverband; Dr. Wolfgang Fendt, 1. Bürgermeister; Ulrich Fliegel, Stadtrat (GRÜNE); Monika Göbel; GRÜNE-Stadtratsfraktion; Burkhard Günther; Lothar Hartmann, Pfarrer; Eva Maria Hoffmann; Jutta und Ulrich Hoffmann, Stadtrat (ÖDP); Philipp Hofmann; Dr. Günther Hogrefe, Stadtrat (CSU); Dr. Andrea Husmann-Sparwasser; Frank Ilg; Silvia Janjanin, Stadtätin (SPD); Bernhard Jüstel, Stadtrat (WÜW); Katholische Pfarrgemeinde Weißenhorn; Katholischer Deutscher Frauenbund Weißenhorn e.V.; Alfred und Luise Keck; Ernst-Peter Keller, Stadtrat und 2.Bürgermeister (CSU); Jutta Kempter, Stadträtin (WÜW); Susanne Kuderna Demuth; Gunther Kühle, Stadtrat (CSU); Annalena und Gabriele Kunze; Kerstin Lutz, Stadträtin (CSU); Franz Xaver Mayershofer; Monika Meixner; Franz-Josef Niebling, Stadtrat (CSU); ÖDP-Stadtratsfraktion; ÖDP-Ortsverband; Pax christi - Basisgruppe Weißenhorn; Kornelia Raschke, Stadträtin (CSU); Maria Reitzi-Stillfried; Herbert Richter, Stadtrat (SPD); Zita und Norbert Riggenmann; Ute Sagawa; Michael Schrodi, Stadtrat (CSU); Helmut Schuler; Thomas Schulz, Stadtrat (SPD); Christian Simnacher; Franz Snehotta; Sabine Snehotta, Stadträtin (ÖDP); SPD-Stadtratsfraktion; Gundula Strasser; Werner Vogel, Stadtrat (SPD); Stefanie Warkus; Elmar Weber, Stadtrat (CSU); Maria und Wolfgang Weiß; Weißenhorner Überparteiliche Wähler (WÜW), Vorstandschaft; Weltladen Weißenhorn – Eine Welt e.V.; WÜW-Stadtratsfraktion; Barbara und Michael Zimmermann; Josef Zintl, Stadtrat und 3. Bürgermeister (SPD)

26. April 1945 - Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Weißenhorn

Finissage...

Leider muss auf Grund der derzeitigen Situation in der Corona-Krise die für den 26. April ins Auge gefasste Finissage zu unserer Ausstellung "Ich im Bild" entfallen.

Wir werden aber weiterhin an dieser Stelle, in den sozialen Medien sowie auf der Website des Museumsvereins und im Stadtanzeiger neue Werk aus der Ausstellung bekannt machen. Zudem hat sich Ulrich Hoffmann, der 1. Vorstand des Museumsvereins, gern bereit erklärt seine ursprünglich zur Eröffnung vorgesehene Rede nachfolgend zu veröffentlichen. Vielen Dank!

Reder zur Eröffnung der Ausstellung "Ich im Bild" von Ulrich Hoffmann, 1. Vorstand des Heimat- und Museumsvereins

Neue Bilder, neue Künstler

Monika Böhme, Gefangen im Netz I, Druck. Foto: Matthias Düffert
Monika Böhme, Durchblick bewahren, Mixed Media. Foto: Matthias Düffert
Monika Böhme, Gefangen im Netz II, Druck. Foto: Matthias Düffert
Norbert Riggenmann, Shooting, Öl auf Leinwand. Foto: Matthias Düffert
Marie Großkopf, Fingerprint. Foto: Matthias Düffert

Objekt des Monats April - Was befindet sich hinter diesen Türen?

Schmuckkästchen von Adolph Beyrer, zw. 1865 und 1870. Foto: Heimatmuseum
Schmuckkästchen, Innenseite mit Ansichten von Weißenhorn. Foto: Heimatmuseum
Das Schmuckkästchens im Heimatmuseum vor 1990

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was befindet sich hinter diesen Türen?

Sie sehen einen kleinen Kasten – ein bedeutendes Objekte der Stadtgeschichte. Sobald sich die Türen öffnen werden viele Schubladenfronten und ein Fach sichtbar, die in liebevoller Einlegearbeit (auch Intarsienarbeit genannt) mit Ansichten der Weißenhorner Altstadt verziert sind. Der Schreiner Adolph Beyrer (1851-1914) aus Weißenhorn hat das Schmuckkästchen vermutlich als Gesellenstück um 1865-70 gefertigt. In der Mitte sind z. B. das Neuffen- und Fuggerschloss und das Bräuhaus zu sehen; Unteres und Oberes Tor sind auf den Innenseiten der Türen zu sehen. Das Schmuckkästchen war eines der Lieblingsobjekte des Museumsgründers Albert Heinle sen. und befindet sich seit 1912 im Besitz des Museums.

Frohe Ostern !

Candy Bunny, Weißenhorner Heimatmuseum. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Wissen Sie, was ein ‚Candy Bunny‘ ist? Wir haben einen im Museum. Er ist um 1920 entstanden. Sein Kopf lässt sich abnehmen, so dass in seinen Leib eine Menge süßer Schokoladeneier eingefüllt werden konnten.

Wir wünschen den Freunden*innen des Weißenhorner Heimatmuseums ein schönes Osterfest und dass Sie weiter gut durch diese nicht ganz leichte Zeit kommen.

 

Ihr Team vom Weißenhorner Heimamuseum

 

Neue Bilder aus der Ausstellung...

Matthias Düffert, "Tript-ich-on-ice" (linke Seite), Foto, Fina art print. Foto: Matthias Düffert
Matthias Düffert, "Tript-ich-on-ice" (Mitte), Foto, Fina art print. Foto: Matthias Düffert
Matthias Düffert, "Tript-ich-on-ice" (rechte Seite), Foto, Fina art print. Foto: Matthias Düffert
Marta Riedel, "Lebensmitte" Acryl. Foto: Matthias Düffert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerne zeigen wir wieder neue, spannende Bilder aus unsere aktuellen Ausstellung "Ich im Bild", die für den Franz Martin Kuen-Preis 2020 eingereicht wurden. Inzwischen haben Matthias Düffert und Susette Christensen alle Bilder Ausstellung professionell durchfotografiert, und uns zur Verfügung gestellt, so dass nun eine optimale Präsentation möglich ist. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich!

 

 

 

 

Wir wünschen

den Freunden des Weißenhorner Heimatmuseums, besonders auch unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen: Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit

 

Ihr Team vom Weißenhorner Heimatmuseum

"Ich im Bild" ... neue Bilder aus der Ausstellung...

Marianne Mostert, "analoges Selfie", Acryl/Mischtechnik. Foto: Heimatmuseum
Christiane und Maria Döring, "Ich bin's", Mischtechnik. Foto: Heimatmuseum
Angelike Sackmann, "ohne Titel", Acryl. Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wie angekündigt, veröffentlichen wir an dieser Stelle einige Bilder aus unserer aktuellen Ausstellung zum Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020, die aus den bekannten Gründen bis auf weiteres geschlossen bleiben muss.

 

 

 

Der Reihe nach: Bilder aus der Ausstellung zum Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020

Michael Kudern, "Noch im Rahmen", Aquarell und Bleistift, Foto: Heimatmuseum
Edwin Meinhardt, "Ich im Bild", Gips-Collage, Acryl, Foto: Heimatmuseum
Angelo Claudio La Leggia, "Screen Shot", Acryl, Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie angekündigt werden wir an dieser Stelle einige der Werke vorstellen, die uns für die Ausstellung zum Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020 eingeliefert wurden.

 

 

Wir gratulieren

Die glücklichen Gewinner des Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020: Carmen Malenya und Sylvia D'Amora. Foto: Sylvia D'Amora
Sylvia D'Amora, "Evolution", Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, Foto: Hieimatmuseum
Carmen Malenya, "Ich fotografiere mein neues Fahrrad", Aquarell, Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Unter Ausschluss der Öffentlichkeit" wurden am Freitag, 13. März vom 1. Vorstand des Heimat- und Museumsvereins, Ulrich Hoffmann, die beiden Preis*trägerinnen des Franz Martin Kuen - Kunstpreis ausgezeichnet. Sylvia D'Amora erhielt für Ihr Gemälde "Evolution" den Kunstpreis, Carmen Malenya den "Jugendkunstpreis". Wir gratulieren den beiden Teilnehmer*innen und danken Ihnen sowie allen anderen Künstler*innen für ihre engagierte Mitwirkung.

Ausstellung bleibt geschlossen

Blick in die Ausstellung, Foto: Heimatmuseum

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Täglich verschärfen sich die Entwicklungen bei der Corona-Epidemie und die damit verbundenen Verhaltensempfehlungen. Dies sowie die besondere Fürsorgepflicht für unsere ehrenamtlichen Aufsichten veranlasst uns, kurzfristig die Ausstellung zum Franz Martin Kuen – Kunstpreis 2020 zu schließen.

Wir bedauern diesen Schritt für unsere Gäste, die Freunde unseres Museums, ganz besonders jedoch für die beteiligten Künstler ganz außerordentlich.

Als kleiner Ersatz werden wir einige der eingereichten Werke in den kommenden Wochen an dieser Stelle sowie im Stadtanzeiger vorstellen.

Sollte sich die Situation im Laufe der kommenden Wochen entspannen, überlegen wir, zum Ende der Ausstellung am Sonntag, 26. April eine Finissage durchzuführen, die uns dann Gelegenheit gibt, die eingelieferten Werke zu würdigen und den teilnehmenden Künstlern zu danken. Nähere Informationen dazu, werden wir zu gegebener Zeit bekannt machen.

 

Der Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020

Der Franz Martin Kuen – Kunstpreis 2020 interessiert sich unter dem Titel "Ich im Bild" dafür, wie heute Selbstdarstellung im Bild aussieht. Realistisch, verfremdet oder auch idealisiert – es gibt viele Facetten das Ich im Bild zu zeigen. Man mag dabei an epochale „Selbstporträts“ in der Kunst denken, wie wir sie von Dürer und Rembrandt kennen. Und auch Franz Martin Kuen hat sich verschiedentlich – prominent oder versteckt – „ins Bild gesetzt“.

"Heute ist das „Selbstporträt“ dank „Selfie“ jedermanns Sache geworden", sagt Vereinsvorsitzender Ulrich Hoffmann: "in Sekundenschnelle und mit minimalstem Aufwand kann ich mich, mein momentanes Aussehen und/oder Befinden ins Bild setzen und sofort und überall herumzeigen. Wie verändert das unsere Einstellung zum eigenen Ich? Was macht die „Selfie-Kultur“ mit uns? Wie berührt sie unsere Kommunikation mit anderen Menschen und den verschiedenen Umwelten. Wie kann „Kunst“ darauf reagieren? Gibt es eine „Kunst“ des Selfies? Wie beeinflussen sich Kunst und Selfie?"

 

Hochspannende Fragen – an das Alltagsdasein und an die Kunst! Hoffmann und Kunstpreis-Jury sind nun gespannt auf die Kunstwerke und hoffen auf zahlreiche Beteiligung am Franz Martin Kuen Kunstpreis 2020.

Neben den herkömmlichen Kunstformen Bilder, Objekte, Skulpturen können auch Ausdrucke von Selfies mit dem #franzmartinkuenkunstpreis2020 eingereicht werden. 

Infos und Unterlagen zum Franz-Martin-Kuen-Preis 2020 finden sich auf der Homepage des Vereins  

www.museumsverein-weissenhorn.de

Ein neues Gesicht im Museum

Foto Weißenhorner Heimatmuseum, Yvonne Schülke

Ab 9. März 2020 begrüßen Stefanie Warkus M.A. als neue Mitarbeiterin für Inventarisation in unserem Team. Die Weißenhorner Kunsthistorikerin unterstützt unsere Arbeit schon seit längerer Zeit mit viel ehrenamtlichem Engagement. Jetzt freuen wir uns, dass es mit Unterstützung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern möglich war, für diese Tätigkeit eine Teilzeitstelle zu schaffen.

Wir wünschen unserer neuen Kollegin einen guten Start und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

 

Gleichzeitig hat uns Claudia Rieger wieder verlassen. Sie war ein Jahr lang als BuFDI (Bundesfreiwilligendienst) bei uns tätig. Sie hat uns in jeder Hinsicht mit viel Freude und Engagement unterstütz und war mit ihrer hilfsbereiten Art eine große Bereicherung für unser Team. Wir bedauern ihren Weggang und wünschen ihr alles Gute.

Objekt des Monats März: Die Nummer EINS!

Foto Weißenhorner Heimatmuseum, Yvonne Schülke

Die Nummer EINS! Der Schatzfund aus Wallenhausen! Vom Knecht zum Privatier? Dieses Gefäß mit Inhalt ist das erste Objekt, das Franz Xaver Böhm 1908 dem Heimatmuseum Weißenhorn schenkte. Es handelt sich um ein Tongefäß aus dem Mittalalter (um 1300) und ist mit ca. 200 Silbermünzen bestückt. Die dünnen Münzen mit der Darstellung einer Hand und eines Kreuzes sind sogenannte „Händleinspfennige“, die im 13. Jahrhundert von der Reichsmünzstätte in Schwäbisch Hall geprägt wurden. Gefunden wurde der Schatz um 1900 bei Brunnengrabungen in Wallenhausen auf dem Grundstück des Landwirts Franz Böhm. Münzfunde gibt es viele, jedoch ist dieser in vieler etwas Besonderes: Die ca. 200 Münzen befinden sich in einem Tongefäß. Alleine dies ist eine Rarität! Bei genauerer Betrachtung hat das Gefäß eine spezielle Öffnung, einen Schlitz mit einem Loch, die es als eine der frühesten Spardosen ausweist. Und nun zum Schenker: Franz Xaver Böhm ist der großzügige Schenker des Münzfundes. Er ist ein Verwandter des Landwirts Franz Böhm und war bei diesem als Knecht angestellt. Im Eingangsbuch des Museums erscheint dieser nun als Privatier! Woran könnte dies nur liegen???

Frisch geehrte und ausgezeichnet...

Bürgermeister Dr. Fendt und Helmut Schuler bei der Bürgerehrung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wurde das langjährige Mitglied des Heimat- und Museumsvereins Weißenhorn 1908 e.V.: Herr Helmut Schuler. Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Weißenhorn wurde ihm die Ehrennadel der Stadt Weißenhorn verliehen. In seiner Laudatio hob 1. Bürgermeister Dr. Fendt die herausragenden Verdienste hervor, die Helmut Schüler sich über Jahrzehnte hinweg für den Museumsverein und das Heimatmuseum erworben hat und würdigte ihn als beeindruckendes Beispiel für Heimatverbundenheit.

Seit 1992 hat der gebürtige Weißenhorner in unzähligen Ehrenamtsstunden den ehrenamtlichen Aufsichtsdienst für das Heimatmuseum organisiert und war in den letzten Jahren eine unentbehrliche Stütze in der Depot- und Inventarisationsarbeit.

Wir gratulieren Herrn Schuler zu dieser schönen Auszeichnung und danken ihm herzlich für das Geleistete.

 

 

Vor 550 Jahren gestiftet - Das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn

Mit Leidenschaft und Akribie ...

Ein großes Dankeschön für so viel ehrenamtliches Engagement!

Mit viel Leidenschaft und Sorgfalt haben Anita Konrad und Helmut Schuler die in alter Handschrift verfassten Eingangsbücher und Eingangslisten des Heimatmuseums Weißenhorn transkribiert. Diese liegen nun in Abschrift, Ausdruck und als Digitalisat vor. So bilden sie eine wertvolle und unentbehrliche Hilfe für unser großes Projekt der Inventarisierung unserer Museumssammlung.

 

 

Die Arbeit in Zahlen::

Rund 800 Seiten Transkription

Rund 2.000 Seiten Digitalisate

 

 

Auf unserem Bild hält Helmut Schuler das originale Eingangsbuch von 1908-1933 in seinen Händen. Anita Konrad präsentiert die 302 Seiten umfassende Abschrift.

Auch die handschriftlichen Protokollbücher des Heimat- und Museumsvereins sind von Anita Konrad, Helmut Schuler und dem Ehepaar Spitzberg transkribiert und helfen uns ebenfalls bei der Inventarisation. Herzlichen Dank für diese wertvolle Mitarbeit!

Depotsanierung

Seit 2017 sanieren wir mit Hilfe der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern umfassend die Depots des Heimatmuseums. Der Bestand beträgt rund 30.000 Objekte und ist auf verschiedene Teildepots verteilt.

Der Schwerpunkt der Sanierung liegt auf dem Hauptdepot. Mit großem Aufwand wurde hier eine moderne Magazintechnik eingebaut. Schritt für Schritt können nun die Objekte sorgfältig sortiert gelagert und inventarisiert werden. Dabei sind uns zahlreiche ehrenamtliche Helfer mit großem Engagement behilflich.

Gesichtet, geordnet und bestimmt ...

Mit viel Kennerschaft und Lebensfreude...

Rund 1.200 Stück hat der passionierte Münzkenner Peter Kling aus Weißenhorn seit November 2018 neu geordnet und bestimmt. Herzlichen Dank für so viel ehrenamtliches Engagement!

Transkription und Digitalisierung der Protokoll- und Eingangsbücher

Wir digitalisieren und transkribieren die Protokollbücher des Museumsvereins und die Eingangsbücher des Museums als Grundlage zur Inventarisierung und Forschung. Wir danken ganz herzlich dem unermüdlichen Engagement von Anita Konrad, Helmut Schuler sowie dem Ehepaar Spitzberg. Sie haben sich dieser Aufgabe ehrenamtlich und mit größter Sorgfalt angenommen. Aktuell sind zwei Protokollbücher realisiert.