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Objekt des Monats Juli - Gräsern und Blumen auf der Spur

Pflanzenpresse, um 1900 (Heimatmuseum, Inv.Nr. 07265, Foto: Museum)
Botanische Sammlung, um 1900 (Heimatmuseum, Foto: Heimatmuseum)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im 19. Jahrhundert war ein neues Freizeitvergnügen entstanden: Das Botanisieren. In Wiesen und Feldern sammelte man Gräser und Blumen, presste sie zu Hause zwischen schweren Büchern und montierte sie liebevoll auf einem Papierbogen. Danach wurden sie sorgsam nach Gattung, Fundort und Fundjahr bestimmt. So schuf man sich eine kleine Sammlung – sogenannte „Herbarien“ -, die man nach und nach mit neuen und seltenen Funden erweiterte.

Um das Präparieren der Pflanzen zu optimieren wurden eigene Pflanzenpressen entwickelt. Eine solche hat das Museum als Neuzugang erhalten. Sie besteht aus zwei kräftigen Brettern, die mit zwei hölzernen Schraubgewinden verbunden sind. Man legt die Pflanze zwischen die Bretter und zieht die Gewinde kräftige an. Unter dem Druck entweicht der Saft aus der Pflanze, die dann nach einiger Zeit flach gepresst und getrocknet entnommen werden kann.

Das Heimatmuseum besitzt eine große botanische Sammlung. Sie wurde um 1900 vermutlich von Anton Heinle angelegt. Sie umfasst über 100 Gräser und Wiesenblumen und lässt die reiche Vielfalt unserer heimischen Pflanzenwelt bestaunen. Manches Exemplar wird heute vielleicht nur noch schwer zu finden sein.

"Sommer im Städtle" - Wir sind dabei

Die Weißenhorner Altstadt von Nordosten. Luftaufnahme von 1984: Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Zusammen mit dem Heimat- und Museumsverein sowie der Katholischen Erwachsenenbildung im Lkr. Neu-Ulm laden wir Bürger*innen und Gäste zu Führungen durch unsere historische Altstadt ein. Folgen Sie uns zu den Schauplätzen von über 850 Jahren Stadtgeschichte und hören Sie, was Gassen und Plätze, Kirchen, Türme, Schlösser, große und kleine Bauwerke zu erzählen haben.

 

 

 

 

 

 

Hier das Programm:

 

Sa., 3.7., 15 Uhr, Die Weißenhorner Schranne – Architektur und Geschichte(n)

Führung durch Burkhard Günther/Matthias Kunze

Treffpunkt: Bei der Schranne

Fr., 9.7., 21.30 Uhr, Mit dem Nachwächter durch die Stadt

 Führung durch Paul Silberbaur

 Treffpunkt: Brunnen auf dem Kirchplatz

Sa. 10.7., 15 Uhr, "Kircha, Kirchla, Käppala" - Eine Führung mit dem Fahrrad zu großen und kleinen Glaubensorten in und um Weißenhorn

 

Führung durch Paul Silberbaur

Treffpunkt: Am Brunnen auf dem Kirchplatz

Fr., 16.7., 21.30 Uhr, Mit dem Nachtwächter durch die Stadt

Führung durch Paul Silberbaur

Treffpunkt: Am Brunnen auf dem Kirchplatz

 

Sa. 17.7., 15 Uhr, Allgemeine Stadtführung

Führung durch Anita Konrad

Treffpunkt: Am Brunnen auf dem Kirchplatz

 

 

Teilnehmergebühr 3,- €; Bezahlung in Bar bei der Führung

 

Maximale Teilnehmerzahl jeweils 15 Personen

Anmeldung unter: info(at)museumsverein-weissenhorn.de

 

Mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie bitten wir um Einhaltung der bekannten Hygiene-Regeln..

Dass heißt:

Mindestabstand zwischen Personen die nicht zu einer Familie gehören: 1,5 Meter.

Tragen von FFP2-Masken in Innenräumen.

Eintragung in eine Teilnehmerliste mit Name und Telefonnummer (die Liste wird vier Wochen aufbewahrt und danach getilgt).

 

 

Abschied genommen:

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute hat sich unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin, Frau Dr. Schülke, verabschiedet. Nach dreieinhalb Jahren stellt Sie sich einer neuen beruflichen Herausforderung. 

In der zurückliegenden Zeit hat Sie sich große Verdienste um das Museum erworben. Mit tollem Engagement brachte sie nachhaltig die Sanierung der Depots und die Inventarisation voran und nutzte die Corona-Krise dazu, in den scocial media eine neue öffentliche Präsenz des Museums aufzubauen. Zugleich sorgte sie mit ihrer offenen und herzlichen Art dafür, dass für viele ehrenamtliche Helfer*innen das Museumsdepot ein Stück Heimat geworden ist.

Wir bedauern aufrichtig den Weggang der allseits geschätzten Kollegin und wünschen ihr in ihrem neuen Tätigkeitsbereich alles Gute und viel Erfolg!

Wir sind sicher, dass wir sie und sie uns nicht vollständig aus den Augen verlieren werden.

Das Objekt des Monats April - Ein kostbares Stück Museumsgeschichte

Das Besucherbuch des Heimatmuseums, geführt von 1910 bis 2002 (Foto: Heimatmuseum)
Einträge aus dem Jahr 1911 (Foto: Heimatmuseum)
Die letzten Einträge aus dem Jahr 2002 (Foto: Heimatmuseum)

Frisch aus der Restaurierung zurückgekehrt ist das Objekt des Monats April. Ein über 860 Seiten starkes Buch, in Leder gebunden, erzählt von illustren, teils auch stadtbekannten Gästen, die über 90 Jahre hinweg das Museum besucht haben, beginnend am 25. September 1910, endend am 22. Dezember 2002. Viele bekannte Namen aus Weißenhorn sind hier versammelt. Aber auch Menschen von weither haben sich hier eingetragen: Der Weihbischof von Augsburg, ein Fregattenkapitän aus Kopenhagen, ein Rechtsanwalt aus Barcelona, eine Kuratorin aus dem Louvre in Paris und angeblich auch 1958 „Elvis Presley, Rekrut, USA“. Ob das wohl sein kann? 

Helmut Schuler, Mitglied des Weißenhorner Heimat- und Museumsvereins, hat das Buch im Lockdown digitalisiert und ausgewertet. Unter anderem schreibt er dazu: 

 

"Geradezu amüsant war es für mich, 1943 zwei Namen zu lesen (Paul Goßner und Karl

Hartung), die sich damals als Schüler eintrugen und die ich dann knapp 20 Jahre später

als Lehrer hatte. Auch unser ehemaliger Vorsitzender Erich Mennel hat sich 1960 und

1961 als Schüler verewigt. Einen Eintrag aus dem Jahr 1958 halte ich dann allerdings

doch für einen Scherz. Er lautet: Elvis Presley, Rekrut, USA. Überhaupt gab es im Lauf

der Zeit auch mehrere Witzbolde. So kann man dann „Berufsbezeichnungen“ wie „König 

von Deutschland“ oder „Mörder“ lesen.

 

Die einzelnen Seiten des Besucherbuches sind eingeteilt in die Spalten Datum, Name,

Stand und Wohnort. Der veraltete Begriff „Stand“ führte in jüngerer Zeit manchmal

zu Verwechslungen. Statt des Berufs, der eigentlich gemeint war, wurde dann der

Familienstand, also „ledig“ oder „verheiratet“ angegeben. Und eine Besucherin schrieb

schlicht und einfach „glücklich“. Dem ist dann wohl nichts mehr hinzuzufügen."

 

Die Papierrestauratorin Florine Licitar-Mertz aus Augsburg hat es für die Nachwelt konserviert.

Geschichte neu erleben – Das Büro Thöner von Wolffersdorff erhält den Auftrag zur Neugestaltung des Museums

Im Zuge der umfassenden Neugestaltung bekommt das Weißenhorner Heimatmuseum eine neue Dauerausstellung. Den Zuschlag für die gestalterische Umsetzung erhielt nunmehr das Büro Thöner von Wolffersdorff aus Augsburg. Das renommierte Büro verfügt über profunde Erfahrungen in der Einrichtung von Museen und Ausstellungen. Jüngst machte es besonders durch seine Neugestaltung des Volkskundemuseums Oberschönenfeld auf sich aufmerksam, dass 2019 mit dem Bayerischen Museumspreis prämiert wurde.

 

In einem mehrstufigen Verfahren wurde des Büro unter vier Bewerbern ausgewählt. Die Jury war aus Mitgliedern der Stadtverwaltung, des Stadtrats, des Landratsamts sowie der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern zusammengesetzt.

Ausschlaggebend für die Wahl des Augsburger Büros waren vor allem seine klare und abwechslungsreiche Ausstellungssprache, seine kreative Raumauffassung, besonders aber auch seine engagierte Auseinandersetzung mit den spezifischen Themen und Gegebenheiten des Weißenhorner Museums.

Namentlich werden vor allem der Büroinhaber, Christian Thöner, sowie die Projektleiterin Veronika Bruchner sich der neuen Aufgabe annehmen und so dazu beitragen, dass Weißenhorn in Zukunft Bürger*innen und Gäste zu einem Museumsbesuch einladen kann, bei dem Geschichte und Geschichten der Fuggerstadt Weißenhorn in einem spannenden und innovativen Ausstellungsparcours erlebt werden können. 

Mehr über die Arbeit des Büros unter tvonw.de

Künftig wird die Gräfin Euphemia von Fugger die Gäste begrüßen und durch die Ausstellung begleiten (Entwurf und Foto: Thöner von Wolffersdorff)
Blick in die künftige Ausstellung (Entwurf und Foto: Thöner von Wolffersdorff)
Die Projektleiterin Veronika Bruchner (Foto: Thöner von Wolffersdorff)
Der Büroinhaber Christian Thöner (Foto: Thöner von Wolffersdorff)

Ein neues Buch zu Franz Martin Kuen

Plakat zum neuen Buch über Franz Martin Kuen. Foto: Heimatmuseum Weißenhorn
Beteiligt am neuen Buch zu Franz Martin Kuen, von l. nach r.: Norbert Riggenmann, Christoph Konrad, Matthias Kunze, Ulrich Hoffmann, Pater Rainer Rommens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 24. März wurde im Refektorium des Klosters Roggenburg das neue Buch zu Franz Martin Kuen vorgestellt. Als verspätetes Begleitbuch zu der 2019 in Roggenburg gezeigten Ausstellung präsentiert es unter dem Titel "Franz Martin Kuen (1719-1771) - ein Maler zwischen schwäbischer Frömmigkeit und venezianischer Pracht" mit über 400 Abbildungen das reiche malerische Werk des Weißenhorner Rokoko-Künstlers.

Das Buch wurde von Ulrich Hoffmann und Matthias Kunze für den Heimat- und Museumsverein Weißenhorn herausgegeben und ist im Anton H. Konrad Verlag erschienen. Es kann ab sofort beim Museumsverein, dem Konrad Verlag sowie im Buchhandel erworben werden.

„Scheib‘ aus, Scheib‘ ei …“

Anton Bischof, Funkensonntag in Weißenhorn, 1950. Weißenhorner Heimatmuseum (Inv.Nr. 12104 ; Foto: Heimatmuseum)
Anton Bischof, „Funkensonntag (`S Scheibefuir)“, 1920. Weißenhorner Heimatmuseum (Inv.Nr. 00189b; Foto: Heimatmuseum)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meterhoch lodernde Flammen auf freiem Feld in kalter Winternacht - seit mehr als hundert Jahren ziehen am Funkensonntag die Menschen vor die Stadt, um zu erleben, wie mit solch einem feurigen Spektakel der Winter aus dem Land gejagt wird. Anfangs sprach man vor allem vom „Scheibefuir“. Mutige Jugendliche hielten Holzscheiben an langen Weidenstecken in die Flammen, um sie dann glutrot und begleitet von oft derben Sprüchen in dem Himmel zu katapultieren. Erst seit den 1920er Jahren wurde dem „Funken“ auch eine Hexe aufgesetzt. Angefüllt mit Feuerwerkskörpern, soll ihre Verbrennung krachend und funkensprühend das Ende des Winters besiegeln.

Der Weißenhorner Maler Anton Bischof hat den „Funkensonntag“ 1920 in seine Bilderfolge „Sitten und Gebräuche der Stadt Weißenhorn“ aufgenommen und ihm damit ein bleibendes Denkmal gesetzt. 30 Jahre später setzte er das Spektakel noch einmal ins Szene (siehe Titelbild). Eindrucksvoll zeigt seine Darstellung, wie die tosende Feuersbrunst die Menschen anzieht und ihr glühendes Licht sich in der Menge der Zuschauer spiegelt.

Objekt des Monats - „Luschtig ischt die Fasenacht…“

Anton Bischof, Fasnachter, 1933. Weißenhorner Heimatmuseum (Inv.Nr. 12103). Foto: Heimatmuseum
Weißenhorner Faschingsorden, 1937. Weißenhorner Heimatmuseum (Inv.Nr. 14202). Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angeklebte Bärte, Pappnasen, schiefe Hüte und Gewänder in Landsknechtsart, eine „Lanze“ mit Luftballons und zwei Krüge mit Bier oder Wein – dies sind die Requisiten, mit denen der Chronist des Weißenhorner Volkslebens, Anton Bischof 1933 das ausgelassene Treiben schwäbischer Fasnachter illustrierte. Ganz im Stil seiner Bilderfolge „Sitten und Gebräuche“, wird unter der Darstellung in Versform die bis heute gültige Devise verkündet:

Holla, Holla, insgemein,

im Hornung geht die Fasnacht ein.

D’Fasnacht ischt a luschtge Zeit,

Wo’s so viele Narre geit,

Narre‘ geit’s groß u. klei

Drum woll’mer au recht luschtig sei.

Luschtig ischt die Fasenacht,

wenn mei Mutter küachla ‚bacht.

Wenn se aber koine bacht,

nau pfeif i‘ auf dia Fasenacht!

 

Und auch damals waren Orden bereits ein wichtiges Zubehör der Fasnachter. Peter Kling hat einige davon in der reichen Münz- und Medaillensammlung des Heimatmuseums entdeckt. Und so, wie heute das Wappen der IWF in Anlehnung an das Obere Tor von drei Narren bekrönt wird, wurden auch damals schon die Tortürme mit viel Phantasie in das Dreigestirn dreier Narrenhäupter verwandelt.

 

 

 

"mortem sine sacramentis tentavit"

Franz Martin Kuen (1719-1771), Selbstporträt in der Pfarrkirche Attenhofen, 1751. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Einband des neuen Buches zu Franz Martin Kuen. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor 250 Jahren, am 30. Januar 1771 wurde mit diesen Worten das Ableben des Weißenhorner Malers Franz Martin Kuen im Sterbebuch der Stadtpfarrei verzeichnet. Damit endete eine der bedeutendsten Malerkarrieren des 18. Jahrhunderts in Schwaben. Aufgewachsen in einer Zeit, in der der Blick ständig gen Himmel ging, schuf Kuen in über 40 Kirchen und Kapellen ein prächtiges Panorama geistlicher Schaubilder, die den Gläubigen Hoffnung auf göttlichen Beistand im Diesseits und ewige Glückseligkeit im Jenseits offenbarten.

So erfolgreich und angesehen Kuen zu Lebzeiten war - er war wohl auch einer der vermögendsten Bürger der Fuggerstadt -, so unspektakulär scheint sein Tod gewesen zu sein. Deuten die dürren Wort im Sterbebuch doch darauf hin, dass er ohne geistlichen Beistand aus dem Leben scheiden musste. Und so sind auch bis heute, die näheren Umstände unter denen dies geschah nicht bekannt geworden.

Vor zwei Jahren haben das Weißenhorner Heimatmuseum und das Kloster Roggenburg zusammen mit anderen Kulturträgern seiner Heimatregion den 300. Geburtstag des 1719 geborenen Künstlers gewürdigt.

Zum 250. Todestag nun, freut sich der Heimat- und Museumsverein in Kürze im Anton H. Konrad-Verlag ein Buch herausgeben zu können, das erstmals reich bebildert und kommentiert das malerische Schaffen des Künstlers vorstellt.

Das Objekt des Monats: Das obere Tor im Winter

Ludwig Haberes, Das obere Tor im Winter, 1929. Heimatmuseum, Inv. 12101 (Foto: Weißenhorner Heimatmuseum)
Anton Bischof, Das obere Tor von Südosten, Heimatmuseum, Inv.12100 (Foto: Weißenhorner Heimatmuseum)
Foto: Stadtarchiv Weißenhorn

Tief verschneit und von einer zwischen Wolken hervorscheinenden Sonne abwechslungsreich beleuchtet – so erlebte der Weißenhorner Maler Ludwig Haberes (1900-1935) 1929 das obere Tor von Weißenhorn. Diesen Anblick hielt er in einem großen Ölgemälde fest (siehe Titelbild). An der gefällig ins Bild gerückten Gebäudegruppe fallen zwei Details auf, die inzwischen längst verschwunden sind. Auf dem ehemaligen Woll- und Waaghaus (heute Heimatmuseum) ist ein mit Isolatoren bestückter Dachständer zu sehen. Er gehörte zu einer darunter eingebauten Trafostation und wurde erst im Zuge der Einrichtung des Heimatmuseums ab 1937 abgebaut. Zuvor hatte das Gebäude als „Postlokal“ gedient. Seit 1883 wurde hier die Post in Empfang genommen und von hier aus auch verteilt. Dazu benutzte man Postkarren, für die 1914 in der Nische zwischen altem Rathaus und oberem Tor eine „Postkarrenremise“ - damals amtlich auch: „Handwagenhinterstellungsschuppen“ - errichtet wurde. Besonders genau ist die Remise auf einer Ansicht von Anton Bischof aus den 1920er Jahren zu erkennen. Noch lange nach dem Umzug der Post in die Bahnhofstraße (1931) diente der Anbau als Lagerschuppen und wurde erst um 1960 abgebrochen.

 

Zu der genannten Remise wurde im April 1914 ein Bauplan erstellt, der im Stadtarchiv überliefert ist. Wie aus der beiliegenden Korrespondenz hervorgeht, konnte der Plan erst nach längerer Diskussion zwischen dem Stadtmagistrat, der königlichen Oberpostdirektion, dem königlichen Bezirksamt sowie dem „Königlichen Generalkonservatorium der Kunstdenkmale und Altertümer Bayerns“ umgesetzt werden konnte.

Grund dafür waren erhebliche Bedenken des Konservators Professor Müller, der sich gegen eine „Störung“ dieses „reizvollen(n), künstlerisch und kunstgeschichtlich wertvolle(n) Tor(es)“ aussprach.

In der Begründung heißt es weiter „Nur wenn gar kein anderer Ausweg möglich ist, könnte vielleicht der Anbau zur Not geduldet werden. Wenn jetzt eine Kehrichtgrube an der Stelle ist, so kann das kein Grund sein, eine Remise hinzusetzen. Die Kehrichtgrube sollte eben beseitigt werden“.

Besonderen Anstoß erregte die geplante Gestaltung der Fenster: „Auf jeden Fall müsste die altertümliche Form der Schiesschartenfenster vermieden werden. Die Schlitzfenster wären einfach hochrechteckig, ohne die untere runde Endigung zu gestalten“.

Im Juni 1914 lagen schließlich die behördlichen Baugenehmigungen vor und die Remise wurde unter ausdrücklicher ‚Vermeidung‘ der „altertümlichen Schießschartenfenster“ von der Weißenhorner Baufirma Luitpold Gaiser für 300 Mark (ca. 4.500,- €) errichtet.

Bachene 2.0 - made at home with love

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamel, Esel und Soldat! Im Heimatmuseum Weißenhorn befinden sich rund 250 sogenannte Bachene (das ist schwäbisch für ‚Gebackene‘). Bachene sind kleine Krippenfiguren aus Ton, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Weißenhorn hergestellt wurden. Die typisch schwäbischen Figürchen wurden gebrannt, dann bemalt und bildeten so eine preisgünstige Alternative zu geschnitzten Figuren.

Zusammen mit dem Heimatmuseum haben Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins den ganzen Sommer und Herbst eine Neuauflage der teilweise fast 200 Jahre alten Figuren geschaffen. Hierbei sind neue Formate entstanden wie die ‚Bachene to go‘, die ‚Krippe to go‘, die ‚Krippe im Kästchen‘ und der neue ‚Imker-Bachene‘.

Unterstützen Sie das ehrenamtliche Engagement des Museumsvereins ! Der Erlös kommt dem Heimat- und Museumsverein zur Unterstützung des Museums zugute.

Ab Montag 30. November 2020 gibt es die Bachenen 2.0 in folgenden Geschäften in Weißenhorn:

 

Hinträger, Weinfachhandel und Weinstube, Günzburger Straße 8

Schlegelsche Buchhandlung Fuggerstraße 2B

Basteln-Farben-Tapeten Treu, Hauptplatz 4 (Einzelfiguren)

Landkäserei Herzog e.K. Milch und Käslädle, Memminger Straße 12 (Imker-Bachene 2020 mit Weißenhorner Honig)

Messgewand zurückgekehrt...

Foto: Ralf Schmitt
Foto: Ralf Schmitt
Foto: Fugger-Archiv Dillingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem halben Jahr und rund 100 Stunden fachmännischer Restaurierungsarbeit ist das historische Messgewand ins Heimatmuseum zurückgekehrt. Es war einst aus dem Hochzeitskleid der Gräfin Euphemia Fugger von Kirchberg und zu Weißenhorn (1763-1835) hergestellt worden.

Textilrestaurator Ralf Schmitt aus Trier nahm sich des wertvollen Objekts an, unterzog es einer sorgfältigen Reinigung und nahm an dem verschiedentlich brüchig gewordenen Seidenstoff vorsichtige Sicherungen und Ausbesserungen vor. Historische Veränderungen, die während der langen Nutzung an dem Gewand entstanden waren ließ er allerdings bestehen, um so die spannende Geschichte des Objektes nicht zu verfälschen.

    

Wie Schmitt selbst sagt, war dies eine ausgesprochen anspruchsvolle Aufgabe, der er sich mit großer Freude und Hingabe gewidmet hat.

Dass diese mit erheblichen Kosten verbundene Arbeit ausgeführt werden konnte, ist der Ernst von Siemens Kunststiftung zu verdanken. Im Rahmen einer im März gestarteten Corona-Förderlinie hatte deren Generalsekretär, Dr. Martin Hoernes kurz entschlossen eine Förderung dieser Maßnahme zugesagt, die damit zu 100 % von der Stiftung finanziert wurde.

Dafür sagt das Weißenhorner Heimatmuseum ein herzliches Dankeschön und darf sich nun freuen, dass das kostbare Museumsstück für kommende Generationen gesichert ist und in der künftigen Dauerausstellung in neuer Frische präsentiert werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Objekt des Monats November

Foto: Heimatmuseum Weißenhorn

Es ist wieder Zeit für das Objekt des Monats. Diesmal gleich mit mehreren Objekten, denn Weihnachten steht schneller vor der Tür als wir annehmen. Im Heimatmuseum Weißenhorn befinden sich rund 250 sogenannte Bachene (das ist schwäbisch für ‚Gebackene‘). Bachene sind kleine Krippenfiguren aus Ton, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Weißenhorn hergestellt wurden. Es sind typisch schwäbische Tonmodelfigürchen im kleinen Format, im Ofen gebrannt und danach bemalt. Man nutzte sie als preisgünstige Alternative zu geschnitzten und bekleideten Krippenfiguren und baute sie in Krippenlandschaften ein. Diese Auswahl an Figuren macht auf ein Projekt in Corona-Zeiten aufmerksam, mit dem sich die Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins und die ehrenamtlichen Kolleg*innen den gesamten Sommer und Herbst zu Hause beschäftigt haben. Bleibt neugierig!!

Das Objekt des Monats November

Es ist wieder Zeit für das Objekt des Monats. Diesmal gleich mit mehreren Objekten, denn Weihnachten steht schneller vor der Tür als wir annehmen. Im Heimatmuseum Weißenhorn befinden sich rund 250 sogenannte Bachene (das ist schwäbisch für ‚Gebackene‘). Bachene sind kleine Krippenfiguren aus Ton, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Weißenhorn hergestellt wurden. Es sind typisch schwäbische Tonmodellfigürchen im kleinen Format, im Ofen gebrannt und danach bemalt. Man nutzte sie als preisgünstige Alternative zu geschnitzten und bekleideten Krippenfiguren und baute sie in Krippenlandschaften ein. Diese Auswahl an Figuren macht auf ein Projekt in Corona-Zeiten aufmerksam, mit dem sich die Mitglieder des Heimatmuseumsvereins und die ehrenamtlichen Kolleg*innen den gesamten Sommer und Herbst zu Hause beschäftigt haben. Bleiben Sie neugierig!

Foto: Heimatmuseum Weißenhorn

Ein Blick in die Skulpturenabteilung

Foto: Landesstelle der nichtstaatlichen Museen Bayern / Alexander Bernhard
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem Blick hinter die Kulissen schauen wir auf die Skulpturenabteilung im Hauptdepot. Das Depot wurde mit Unterstützung der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen in Bayern neu eingerichtet. Die Skulpturen sind in offenen Regalen aufgestellt und teilweise zur Verbesserung der Standsicherheit angebunden. Reliefs, Kruzifixe und geschnitzte Architekturteile haben ihren Platz an der Gitterwand eingenommen und sind meist ebenfalls mit Bändern gesichert. Aktuell inventarisieren wir diesen Sammlungsbestand, der zum Teil sehr bedeutende Objekte enthält.

Das archäologische Objekt des Monats Oktober

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für all diejenigen die bei steigenden Corona-Zahlen wieder mehr zu Hause sind, vermehrt an der Werkbank werkeln oder auch Reparaturen im Haus vornehmen möchten. Was benötigt es dazu? Einen Stein mit einem Loch? Das Archäologische Objekt ist diesmal ein Hammer, genauer gesagt der Kopf eines Arbeitshammers, der in Attenhofen bei Weißenhorn in einer Kiesgrube gefunden wurde. Er stammt aus der jüngeren Steinzeit (etwa 4000 bis 2.500 v. Chr.), als die Menschen begannen sesshaft zu werden. Und es benötigte sehr viel Zeit und Geduld, das Loch mit Hilfe einer Bogensehne und mit Hilfe von Sand und Wasser in den Stein zu treiben.

Das archäologische Museum ist geöffnet: Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

Für den Besuch sind die allgemein bekannten Hygiene- und Vorbeugemaßnahmen zu beachten!

 

 

Objekt des Monats Oktober

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Sammlungsstücke im Depot bekommen häufig erst nach umfangreichen Recherchen einen Namen. So war es auch mit diesen zunächst rätselhaften Objekten. Sie standen viele Jahre, wohl wegen ihrer aufwändigen Schnitzarbeiten, im Regal zwischen den Kruzifixen, waren aber deutlich erkennbar doch etwas ganz Anderes. Sie sind aus Holz gefertigt, farbig gefasst, mit einem profilierten vierkantigen Schaft und vier Bögen versehen, an deren Enden Glöckchen und eichelförmige Objekte hängen. Auf der Unterseite tragen sie das Monogramm A.R. und die Jahreszahlen 1858 bzw. 1859. Des Rätsels Lösung finden wir in den alten Inventarbüchern: Es sind handgearbeitete, prächtig gestaltete Haubenständer. Sie dienten dazu, dass geglättete und gestärkte Hauben faltenfrei blieben und gelüftet wurden.

Objekt des Monats August

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Sommerzeit ist Erntezeit! Ein Tonrelief aus Weißenhorn zeigt einen leicht bekleideten Jungen mit Hut, der ein Ährenbündel trägt; in seiner linken Hand hält er die Sichel, das Werkzeug mit dem die Ähren abgeschnitten werden. Es handelt sich hierbei um die Allegorie des Sommers, um 1810-20 von dem Bäcker Thomas Schultheiß hergestellt. Thomas Schultheiß stammt aus Baach bei Zwiefalten und konnte sein Bäckerhandwerk nach einem Unfall beim Holzfällen nicht mehr ausüben. Er siedelte sich in Weißenhorn an und produzierte viele Tonfiguren und –modelle. Die Nachfahren firmierten später als Kunstwerkstätten Schultheiß und Gebrüder Schultheiß in Weißenhorn und stellten z.B. Gipsfiguren her.

Die Figur entstand in der Zeit des Klassizismus. Dies ist an der der eleganten Pose mit dem gelösten Wechsel von Stand- und Spielbein zu erkennen. Hierfür hat sich Schultheiß offensichtlich an antiken Relieffiguren orientiert.

 

 

 

Das archäologische Objekt des Monats August

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Um welche Bruchstücke könnte es sich hierbei handeln? Die Archäolog*innen haben es meist mit Bruchstücken, Fragmenten und Einzelteilen zu tun. Dadurch haben sie einen besonders geschulten Blick, mit dem sie im Boden gefundene Objekte bestimmen und zuordnen können. Dieses Bruchstück wurde 1977 bei Grabungen in der Memminger Straße 23/25 in Weißenhorn gefunden. An dieser Stelle befand sich zwischen 1674 und 1805 eine Töpferei (Hafnerei). Die kleinen Becher und der Tragring aus glasiertem Ton waren durch ein Rohrsystem miteinander verbunden. Der heutige Betrachter ergänzt weitere Becher und einen geschlossenen Ring und das Objekt zeigt sich als ein Fragment eines „Brüderleinskruges“ bzw. „Brüderleskruges“ - ein Scherzgefäß aus dem späten 17. Jahrhundert, mit dem man alkoholische Getränke kreisen ließ und das vom Trinker einige Geschicklichkeit verlangte.

 

Wer mehr erfahren möchte, kann das Archäologische Museum jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr unter den aktuellen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen besuchen.

Objekt des Monats Juli: Weißenhorn – „ein Schmuckkästchen in reizvoller Lage“

Konrad Huber, Ansicht von Weißenhorn 1823, Inv. 00116. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1823 signiert Konrad Huber ein Bild von Weißenhorn. Es zeigt eine typisch biedermeierlich Ansicht der Stadt, die bis ins 20. Jahrhundert als ihr Markenzeichen galt. So wurde noch 1931 Weißenhorn als „Schmuckkästen des Rothtals“ beworben, das durch seine „reizvolle Lage inmitten grünender Fluren, rauschender Wälder und wogender Felder… ein entzückendes Bild gewährt“.

Mit liebevoller Genauigkeit schildert Huber das historische Gefüge der Stadt mit dem alles überragenden Kirchturm der alten Pfarrkirche sowie den südlich und nördlich anschließenden Vorstädten. Verloren sind das ehemalige Schützenhaus der Königl. Priv. Schützengesellschaft links im Vordergrund sowie rechts davon das Kapuzinerkloster. Dieses wurde bereits 1812 abgerissen.

Eine spannende Frage ist, ob Huber, sein Bild noch vor dem Abriss gemalt und erst später signiert hat, oder ob er 1823 das aktuelle Erscheinungsbild der Stadt durch Hinzufügen des verlorenen Klosters idealisieren wollte.

Verloren ist heute auch der Fuggergarten, von dem nur noch das Schlösschen geblieben ist sowie die dahinter aufragende Stadtmauer. Nach rechts folgen der alte Friedhof sowie ganz am Rand das ehemalige Siechenhaus. Es lag damals noch weit außerhalb der Stadt und wurde ab 1833 mit dem neuen Armen- und Krankenspital überbaut. Erhalten blieb nur die Kapelle St. Leonhard.

 

 

 

Vor 150 Jahren gegründet: Die Freiwlillige Feuerwehr Weißenhorn - Wir gratulieren!

Verzeichnis der Gründungsmitglieder (Stadtarchiv). Foto: Stadtarchiv Weißenhorn
77 Aktive stehen heute für die FFW zur Verfügung. Foto: FFW 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 20. Juli 1870 wurde die Freiwillige Feuerwehr Weißenhorn gegründet. Hier ein Kurzbericht:

#aberblau #butblue

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Das Heimatmuseum macht mit bei der Social-media-Aktion #aberblau #butblue und zeigt verschiedene Varianten des Themas BLAU. Vom blauen Himmel über dem Oberen Tor über die Blautöne der Museumsfassade hin zu Museumsobjekten, die zeigen wie unterschiedlich die Farbe Blau interpretiert wird.

Die Aktion wurde vom Diözesanmuseum St. Afra für die Sichtbarmachung von Museen, Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden initiiert. Sie läuft noch bis 19. Juli 2020.

Das Objekt des Monats - Ein siebenjähriger "Federkrieg"

Franz Marin Kuen, Porträt von Joseph Deodat Werner von Kreith, um 1760, Dauerleihgabe der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Foto: Heimatmuseum
Franz Marin Kuen, Porträt Maria Eleonora Antonia von Kreith, um 1760, Dauerleihgabe der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Foto: Heimatmuseum
Prozessakten des Streits zwischen der Stadt Weißenhorn und der Fuggerherrschaft, Stadtarchiv Weißenhorn. Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von 1751 bis 1776 war Joseph Deodat Werner von Kreith Stadtschreiber in Weißenhorn. Neben Rat und Bürgermeister war dies das wichtigste Amt in der Stadt, dem die gesamte Verwaltung unterstand. Als gelernter Jurist kannte sich Kreith in Rechtssachen bestens aus. Streitbar vertrat er die Rechte der Bürgerschaft gegenüber den Fuggern, die seit 1507 Weißenhorn unter ihrer Herrschaft hatten. Sieben dick gefüllt Aktenbücher im Stadtarchiv berichten noch heut von den Auseinandersetzungen, die oft mit derben Worten und spitzer Feder ausgetragen wurden und erst nach sieben Jahren durch den vorderösterreichischen Landvogt beigelegt werden konnten.

 

Um 1760 ließ Kreith sich und seine Ehefrau, durch den Weißenhorner Maler Franz Martin Kuen (171911771) in typisch barocker Manier porträtieren. Treffsicher ist der Stadtschreiber als durchsetzungsstarken Adelsherr charakterisiert, während seine Frau majestätisch ihre kostbaren Gewänder zu Schau stellt.

 

 

 

Vor 550 Jahren gestiftet - Das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn

Blick auf die Heilig-Geist-Kirche in der Weißenhorner Altstadt, um 1930. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Am Abend vor Fronleichnam 1470 hat der Ulmer Priester und Bürger Peter Arnold das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn gestiftet. Aus dieser Stiftung ging 500 Jahre später die heutige Kreisspitalstiftung hervor, die in Weißenhorn die Stiftungsklinik betreibt.

Bildbericht statt Ausstellung

Zu Erinnerung daran, sollte in der ehemals zum Spital gehörenden Heilig-Geist-Kirche eine Ausstellung zur Geschichte des Spitals gezeigt werden. Wegen der Corona-Pandemie haben wir sie auf nächstes Jahr verschoben.

Hier vorab ein kleiner Bildbericht, der im Weißenhorner Stadtanzeiger erschienen ist.

Wieder geöffnet...

Römischer Pfannenstil. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Keltischer Eisenbarren. Weißenhorner Heimatmuseum
Kölner Bronzelöffel. Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

     

Ab Sonntag, 14. Juni ist das Archäologische Museum der Stadt Weißenhorn wieder geöffnet. Zwischen 14 und 16 Uhr können Sie wieder spannende Bodenfunde aus der Geschichte Weißenhorns und seiner Umgebung entdecken Ganz gleich, ob es sich um einen Pfannengriff aus der Römerzeit, einen keltischen Eisenbarren oder einen Bronzelöffel aus dem 15. Jahrhundert mit Kölner Meisterzeichen handelt, all diese Dinge geben Einblick in das Leben vergangener Jahrhunderte.

Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch die Vorbeugemaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Hinweise dazu hängen im Museum aus. 

 

 

Ein Blick ins Archäologische Museum

Zu Besuch im Heimatmuseum...

Von l. nach r.: Ulrich Hoffmann, Bernhard Jüstel (halb verdeckt), Philipp Hofmann, Andreas Ritter, Christian Simmnacher, Susanne Kuderna-Demuth, Claudia Graf-Rembold und Jürgen Bischof. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Am 25. Mai waren die neuen Mitglieder des Weißenhorner Stadtrats zu Gast im Museum. Im Beisein von Ulrich Hoffmann als erstem Vorstand des Museumsvereins und SR Bernhard Jüstel, wurden die "Neuen" von Claudia Graf-Rembold (Bauamt) und Matthias Kunze (Heimatmuseum) umfassend in das Großprojekt Sanierung und Neugestaltung des Heimatmuseums eingeführt.

Verschoben: moderne im Schloss - Felix Weinold "midsummer"

Auf Grund der Einschränkungen rund um die Corona-Pandämie wird die für 29. Mai zur Eröffnung vorgesehene Ausstellung mit Gemälden des Augsburger Künstlers Felix Weinold verschoben (siehe auch https://www.weissenhorn.de/tourismus-und-freizeit/heimatmuseum/vorschau/) .

 

Wir danken für Ihr Verständnis.

Objekt des Monats - Mai

Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum
Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist die Weißenhornerin Walpurga Wagner, die Tochter des Glockenwirts, wie auf der Rückseite der Porträtminiatur zu lesen ist. 1808 wurde sie von dem Weißenhorner Maler Konrad Huber (1752-1830) porträtiert. Er war Schüler von Franz Martin Kuen, heiratete dessen Frau nach Kuens Tod und porträtierte viele Weißenhorner Bürger*innen im Großen und im Kleinen.

Der Brauereigasthof Glocke wurde bereits 1654 in der Memminger Straße (Nr. 29) errichtet. 1960 wurde er wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Ende der 90er Jahre wurde der Brau- und Gasthausbetrieb eingestellt und das Gebäude zu einem modernen Wohn und Bürohaus umgewandelt.

Wertvolle Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung

Das historische Messgewand
Detail des historischen Messgewands
Bildnis der Gräfin Euphemia Fugger
Restaurator Ralf Schmitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Großzügig und unbürokratisch unterstützt die Ernst von Siemens Kunststiftung die Restaurierung des historischen Messgewandes, welches aus Teilen des Hochzeitskleides der Gräfin Euphemia von Fugger (1762-1835) im 19. Jahrhundert geschneidert wurde. Sie übernimmt die Kosten der Maßnahme zu 100 Prozent im Rahmen ihrer kurzfristig aufgelegten „Corona-Förderlinie“

Das Messgewand bildet eines der wichtigsten Leitobjekte des Museums. Es wurde aus Teilen des Brautkleids der Euphemia Fugger hergestellt und von den Weißenhorner Pfarrgeistlichen für Hochzeitsmessen getragen. Euphemia war die letzte Gräfin aus dem Hause Fugger, die in Weißenhorn residierte. Sie genoss hier große Beliebtheit, da sie sich zum Beispiel in den napoleonischen Kriegen schützend vor die Stadt gestellt und so vor der Zerstörung bewahrt hatte. Daher gilt das Messgewand als Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Stadt und ihren Bürgern.

Die dringend notwendige Restaurierung des Gewandes wird der Textilrestaurator Ralf Schmitt vornehmen. Er hat bereits im März das kostbare Stück sorgfältig begutachtet und eine erste Notsicherung vorgenommen.

Wir freuen uns und danken dafür, dass die Ernst von Siemens Kunststiftung sich bereit erklärt hat, die Kosten der Restaurierung zu übernehmen, und damit den Erhalt dieses stadtgeschichtlich bedeutsamen Objektes zu sichern.

„Ein sinnloses sechsjähriges Morden und Zerstören hat seinen Abschluß gefunden“

Von l. nach r.: Lothar Hartmann, Alfred Haas, Ulrich Hoffmann und Matthias Kunze bei der Überreichung des Erinnerungsstücks. Foto: Helmut Schuler
Splitter vom Bombenangriff auf Weißenhorn am 13. September 1944. Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 26. April 1945 schrieb Schwester Alfonsa Forster diese Worte in ihre Chronik der Mädchenfortbildungsschule Weißenhorn. Auszüge daraus wurden bei einer kleinen Gedenkfeier vorgetragen, die leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Erinnerung an das Kriegsende 1945 am 25. April in der Stadtpfarrkirche ausgerichtet wurde. Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung eines Bombensplitters an das Heimatmuseum, der die zerstörerischen Kriegsereignisse in Weißenhorn symbolisiert. Er war bis jetzt im Besitz der Pfarrkirchenstiftung und wird im neu gestalteten Museum ausgestellt werden. Wir danken Pfarrer Lother Hartmann und Kirchenpfleger Alfred Haas für diese schöne Geste. Zeitgleich wurden wie vor 75 Jahren an vielen öffentlichen und privaten Gebäuden im Stadtgebiet weiße Fahnen als Zeichen für ein mutiges Zusammenstehen gehisst. Wir danken allen, die sich an dieser Aktion beteiligt haben.

16. April 1945 - Aufruf zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Weißenhorn

Fotocollage Norbert Riggenmann

Am 25. April 1945 wurde auf dem Turm der Stadtpfarrkirche als Zeichen der Kapitulation die weiße Fahne gehisst

Diese wagemutige Aktion verhinderte im letzten Augenblick die Zerstörung von Weißenhorn.

Am Tag darauf marschierten amerikanische Truppen kampflos in der Stadt ein. Damit war der Krieg in Weißenhorn beendet.

Zum Gedenken daran wird am 25. April wie vor 75 Jahren eine Weiße Fahne aus dem Turm der Weißenhorner Stadtpfarrkirche gehängt.

Wir rufen die Weißenhornerinnen und Weißenhorner auf, am 25.April – wie vor 75 Jahren – weiße Tücher, Fahnen, Bettlaken aus den Fenstern zu hängen und damit ein Zeichen zu setzen dafür,

    

 

 

 

 

 

 

 

   

  • dass wir mutig zusammenstehen – keine und keiner soll ausgegrenzt sein
  • dass wir mutig uns für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen – Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz
  • dass wir mutig für eine gute Zukunft unserer Stadt in einer intakten Umwelt eintreten

Ulrich Hoffmann, Vorstand des Heimat- und Museumsvereins Weißenhorn und Umgebung 1908 e.V.

Dr. Matthias Kunze, Leiter des Weißenhorner Heimatmuseums

Mitunterzeichner:

Nicola und Hans Amann, Stadtrat (WÜW); Marcus Biberacher, Stadtrat (CSU); Dr. Jürgen Bischof; CSU-Stadtratsfraktion; CSU-Ortsverband; Ingeborg Dick, Stadträtin (SPD); Christiane Döring, Stadträtin (GRÜNE); Andreas Erstling, Pfarrer; Evangelische Kirchengemeinde Weißenhorn;  FDP-Kreisverband; Dr. Wolfgang Fendt, 1. Bürgermeister; Ulrich Fliegel, Stadtrat (GRÜNE); Monika Göbel; GRÜNE-Stadtratsfraktion; Burkhard Günther; Lothar Hartmann, Pfarrer; Eva Maria Hoffmann; Jutta und Ulrich Hoffmann, Stadtrat (ÖDP); Philipp Hofmann; Dr. Günther Hogrefe, Stadtrat (CSU); Dr. Andrea Husmann-Sparwasser; Frank Ilg; Silvia Janjanin, Stadtätin (SPD); Bernhard Jüstel, Stadtrat (WÜW); Katholische Pfarrgemeinde Weißenhorn; Katholischer Deutscher Frauenbund Weißenhorn e.V.; Alfred und Luise Keck; Ernst-Peter Keller, Stadtrat und 2.Bürgermeister (CSU); Jutta Kempter, Stadträtin (WÜW); Susanne Kuderna Demuth; Gunther Kühle, Stadtrat (CSU); Annalena und Gabriele Kunze; Kerstin Lutz, Stadträtin (CSU); Franz Xaver Mayershofer; Monika Meixner; Franz-Josef Niebling, Stadtrat (CSU); ÖDP-Stadtratsfraktion; ÖDP-Ortsverband; Pax christi - Basisgruppe Weißenhorn; Kornelia Raschke, Stadträtin (CSU); Maria Reitzi-Stillfried; Herbert Richter, Stadtrat (SPD); Zita und Norbert Riggenmann; Ute Sagawa; Michael Schrodi, Stadtrat (CSU); Helmut Schuler; Thomas Schulz, Stadtrat (SPD); Christian Simnacher; Franz Snehotta; Sabine Snehotta, Stadträtin (ÖDP); SPD-Stadtratsfraktion; Gundula Strasser; Werner Vogel, Stadtrat (SPD); Stefanie Warkus; Elmar Weber, Stadtrat (CSU); Maria und Wolfgang Weiß; Weißenhorner Überparteiliche Wähler (WÜW), Vorstandschaft; Weltladen Weißenhorn – Eine Welt e.V.; WÜW-Stadtratsfraktion; Barbara und Michael Zimmermann; Josef Zintl, Stadtrat und 3. Bürgermeister (SPD)

26. April 1945 - Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Weißenhorn

Finissage...

Leider muss auf Grund der derzeitigen Situation in der Corona-Krise die für den 26. April ins Auge gefasste Finissage zu unserer Ausstellung "Ich im Bild" entfallen.

Wir werden aber weiterhin an dieser Stelle, in den sozialen Medien sowie auf der Website des Museumsvereins und im Stadtanzeiger neue Werk aus der Ausstellung bekannt machen. Zudem hat sich Ulrich Hoffmann, der 1. Vorstand des Museumsvereins, gern bereit erklärt seine ursprünglich zur Eröffnung vorgesehene Rede nachfolgend zu veröffentlichen. Vielen Dank!

Reder zur Eröffnung der Ausstellung "Ich im Bild" von Ulrich Hoffmann, 1. Vorstand des Heimat- und Museumsvereins

Neue Bilder, neue Künstler

Monika Böhme, Gefangen im Netz I, Druck. Foto: Matthias Düffert
Monika Böhme, Durchblick bewahren, Mixed Media. Foto: Matthias Düffert
Monika Böhme, Gefangen im Netz II, Druck. Foto: Matthias Düffert
Norbert Riggenmann, Shooting, Öl auf Leinwand. Foto: Matthias Düffert
Marie Großkopf, Fingerprint. Foto: Matthias Düffert

Objekt des Monats April - Was befindet sich hinter diesen Türen?

Schmuckkästchen von Adolph Beyrer, zw. 1865 und 1870. Foto: Heimatmuseum
Schmuckkästchen, Innenseite mit Ansichten von Weißenhorn. Foto: Heimatmuseum
Das Schmuckkästchens im Heimatmuseum vor 1990

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was befindet sich hinter diesen Türen?

Sie sehen einen kleinen Kasten – ein bedeutendes Objekte der Stadtgeschichte. Sobald sich die Türen öffnen werden viele Schubladenfronten und ein Fach sichtbar, die in liebevoller Einlegearbeit (auch Intarsienarbeit genannt) mit Ansichten der Weißenhorner Altstadt verziert sind. Der Schreiner Adolph Beyrer (1851-1914) aus Weißenhorn hat das Schmuckkästchen vermutlich als Gesellenstück um 1865-70 gefertigt. In der Mitte sind z. B. das Neuffen- und Fuggerschloss und das Bräuhaus zu sehen; Unteres und Oberes Tor sind auf den Innenseiten der Türen zu sehen. Das Schmuckkästchen war eines der Lieblingsobjekte des Museumsgründers Albert Heinle sen. und befindet sich seit 1912 im Besitz des Museums.

Frohe Ostern !

Candy Bunny, Weißenhorner Heimatmuseum. Foto: Weißenhorner Heimatmuseum

Wissen Sie, was ein ‚Candy Bunny‘ ist? Wir haben einen im Museum. Er ist um 1920 entstanden. Sein Kopf lässt sich abnehmen, so dass in seinen Leib eine Menge süßer Schokoladeneier eingefüllt werden konnten.

Wir wünschen den Freunden*innen des Weißenhorner Heimatmuseums ein schönes Osterfest und dass Sie weiter gut durch diese nicht ganz leichte Zeit kommen.

 

Ihr Team vom Weißenhorner Heimamuseum

 

Neue Bilder aus der Ausstellung...

Matthias Düffert, "Tript-ich-on-ice" (linke Seite), Foto, Fina art print. Foto: Matthias Düffert
Matthias Düffert, "Tript-ich-on-ice" (Mitte), Foto, Fina art print. Foto: Matthias Düffert
Matthias Düffert, "Tript-ich-on-ice" (rechte Seite), Foto, Fina art print. Foto: Matthias Düffert
Marta Riedel, "Lebensmitte" Acryl. Foto: Matthias Düffert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerne zeigen wir wieder neue, spannende Bilder aus unsere aktuellen Ausstellung "Ich im Bild", die für den Franz Martin Kuen-Preis 2020 eingereicht wurden. Inzwischen haben Matthias Düffert und Susette Christensen alle Bilder Ausstellung professionell durchfotografiert, und uns zur Verfügung gestellt, so dass nun eine optimale Präsentation möglich ist. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich!

 

 

 

 

Wir wünschen

den Freunden des Weißenhorner Heimatmuseums, besonders auch unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen: Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit

 

Ihr Team vom Weißenhorner Heimatmuseum

"Ich im Bild" ... neue Bilder aus der Ausstellung...

Marianne Mostert, "analoges Selfie", Acryl/Mischtechnik. Foto: Heimatmuseum
Christiane und Maria Döring, "Ich bin's", Mischtechnik. Foto: Heimatmuseum
Angelike Sackmann, "ohne Titel", Acryl. Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wie angekündigt, veröffentlichen wir an dieser Stelle einige Bilder aus unserer aktuellen Ausstellung zum Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020, die aus den bekannten Gründen bis auf weiteres geschlossen bleiben muss.

 

 

 

Der Reihe nach: Bilder aus der Ausstellung zum Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020

Michael Kudern, "Noch im Rahmen", Aquarell und Bleistift, Foto: Heimatmuseum
Edwin Meinhardt, "Ich im Bild", Gips-Collage, Acryl, Foto: Heimatmuseum
Angelo Claudio La Leggia, "Screen Shot", Acryl, Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie angekündigt werden wir an dieser Stelle einige der Werke vorstellen, die uns für die Ausstellung zum Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020 eingeliefert wurden.

 

 

Wir gratulieren

Die glücklichen Gewinner des Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020: Carmen Malenya und Sylvia D'Amora. Foto: Sylvia D'Amora
Sylvia D'Amora, "Evolution", Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, Foto: Hieimatmuseum
Carmen Malenya, "Ich fotografiere mein neues Fahrrad", Aquarell, Foto: Heimatmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Unter Ausschluss der Öffentlichkeit" wurden am Freitag, 13. März vom 1. Vorstand des Heimat- und Museumsvereins, Ulrich Hoffmann, die beiden Preis*trägerinnen des Franz Martin Kuen - Kunstpreis ausgezeichnet. Sylvia D'Amora erhielt für Ihr Gemälde "Evolution" den Kunstpreis, Carmen Malenya den "Jugendkunstpreis". Wir gratulieren den beiden Teilnehmer*innen und danken Ihnen sowie allen anderen Künstler*innen für ihre engagierte Mitwirkung.

Ausstellung bleibt geschlossen

Blick in die Ausstellung, Foto: Heimatmuseum

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Täglich verschärfen sich die Entwicklungen bei der Corona-Epidemie und die damit verbundenen Verhaltensempfehlungen. Dies sowie die besondere Fürsorgepflicht für unsere ehrenamtlichen Aufsichten veranlasst uns, kurzfristig die Ausstellung zum Franz Martin Kuen – Kunstpreis 2020 zu schließen.

Wir bedauern diesen Schritt für unsere Gäste, die Freunde unseres Museums, ganz besonders jedoch für die beteiligten Künstler ganz außerordentlich.

Als kleiner Ersatz werden wir einige der eingereichten Werke in den kommenden Wochen an dieser Stelle sowie im Stadtanzeiger vorstellen.

Sollte sich die Situation im Laufe der kommenden Wochen entspannen, überlegen wir, zum Ende der Ausstellung am Sonntag, 26. April eine Finissage durchzuführen, die uns dann Gelegenheit gibt, die eingelieferten Werke zu würdigen und den teilnehmenden Künstlern zu danken. Nähere Informationen dazu, werden wir zu gegebener Zeit bekannt machen.

 

Der Franz Martin Kuen - Kunstpreis 2020

Der Franz Martin Kuen – Kunstpreis 2020 interessiert sich unter dem Titel "Ich im Bild" dafür, wie heute Selbstdarstellung im Bild aussieht. Realistisch, verfremdet oder auch idealisiert – es gibt viele Facetten das Ich im Bild zu zeigen. Man mag dabei an epochale „Selbstporträts“ in der Kunst denken, wie wir sie von Dürer und Rembrandt kennen. Und auch Franz Martin Kuen hat sich verschiedentlich – prominent oder versteckt – „ins Bild gesetzt“.

"Heute ist das „Selbstporträt“ dank „Selfie“ jedermanns Sache geworden", sagt Vereinsvorsitzender Ulrich Hoffmann: "in Sekundenschnelle und mit minimalstem Aufwand kann ich mich, mein momentanes Aussehen und/oder Befinden ins Bild setzen und sofort und überall herumzeigen. Wie verändert das unsere Einstellung zum eigenen Ich? Was macht die „Selfie-Kultur“ mit uns? Wie berührt sie unsere Kommunikation mit anderen Menschen und den verschiedenen Umwelten. Wie kann „Kunst“ darauf reagieren? Gibt es eine „Kunst“ des Selfies? Wie beeinflussen sich Kunst und Selfie?"

 

Hochspannende Fragen – an das Alltagsdasein und an die Kunst! Hoffmann und Kunstpreis-Jury sind nun gespannt auf die Kunstwerke und hoffen auf zahlreiche Beteiligung am Franz Martin Kuen Kunstpreis 2020.

Neben den herkömmlichen Kunstformen Bilder, Objekte, Skulpturen können auch Ausdrucke von Selfies mit dem #franzmartinkuenkunstpreis2020 eingereicht werden. 

Infos und Unterlagen zum Franz-Martin-Kuen-Preis 2020 finden sich auf der Homepage des Vereins  

www.museumsverein-weissenhorn.de

Ein neues Gesicht im Museum

Foto Weißenhorner Heimatmuseum, Yvonne Schülke

Ab 9. März 2020 begrüßen Stefanie Warkus M.A. als neue Mitarbeiterin für Inventarisation in unserem Team. Die Weißenhorner Kunsthistorikerin unterstützt unsere Arbeit schon seit längerer Zeit mit viel ehrenamtlichem Engagement. Jetzt freuen wir uns, dass es mit Unterstützung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern möglich war, für diese Tätigkeit eine Teilzeitstelle zu schaffen.

Wir wünschen unserer neuen Kollegin einen guten Start und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

 

Gleichzeitig hat uns Claudia Rieger wieder verlassen. Sie war ein Jahr lang als BuFDI (Bundesfreiwilligendienst) bei uns tätig. Sie hat uns in jeder Hinsicht mit viel Freude und Engagement unterstütz und war mit ihrer hilfsbereiten Art eine große Bereicherung für unser Team. Wir bedauern ihren Weggang und wünschen ihr alles Gute.

Objekt des Monats März: Die Nummer EINS!

Foto Weißenhorner Heimatmuseum, Yvonne Schülke

Die Nummer EINS! Der Schatzfund aus Wallenhausen! Vom Knecht zum Privatier? Dieses Gefäß mit Inhalt ist das erste Objekt, das Franz Xaver Böhm 1908 dem Heimatmuseum Weißenhorn schenkte. Es handelt sich um ein Tongefäß aus dem Mittalalter (um 1300) und ist mit ca. 200 Silbermünzen bestückt. Die dünnen Münzen mit der Darstellung einer Hand und eines Kreuzes sind sogenannte „Händleinspfennige“, die im 13. Jahrhundert von der Reichsmünzstätte in Schwäbisch Hall geprägt wurden. Gefunden wurde der Schatz um 1900 bei Brunnengrabungen in Wallenhausen auf dem Grundstück des Landwirts Franz Böhm. Münzfunde gibt es viele, jedoch ist dieser in vieler etwas Besonderes: Die ca. 200 Münzen befinden sich in einem Tongefäß. Alleine dies ist eine Rarität! Bei genauerer Betrachtung hat das Gefäß eine spezielle Öffnung, einen Schlitz mit einem Loch, die es als eine der frühesten Spardosen ausweist. Und nun zum Schenker: Franz Xaver Böhm ist der großzügige Schenker des Münzfundes. Er ist ein Verwandter des Landwirts Franz Böhm und war bei diesem als Knecht angestellt. Im Eingangsbuch des Museums erscheint dieser nun als Privatier! Woran könnte dies nur liegen???

Frisch geehrte und ausgezeichnet...

Bürgermeister Dr. Fendt und Helmut Schuler bei der Bürgerehrung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wurde das langjährige Mitglied des Heimat- und Museumsvereins Weißenhorn 1908 e.V.: Herr Helmut Schuler. Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Weißenhorn wurde ihm die Ehrennadel der Stadt Weißenhorn verliehen. In seiner Laudatio hob 1. Bürgermeister Dr. Fendt die herausragenden Verdienste hervor, die Helmut Schüler sich über Jahrzehnte hinweg für den Museumsverein und das Heimatmuseum erworben hat und würdigte ihn als beeindruckendes Beispiel für Heimatverbundenheit.

Seit 1992 hat der gebürtige Weißenhorner in unzähligen Ehrenamtsstunden den ehrenamtlichen Aufsichtsdienst für das Heimatmuseum organisiert und war in den letzten Jahren eine unentbehrliche Stütze in der Depot- und Inventarisationsarbeit.

Wir gratulieren Herrn Schuler zu dieser schönen Auszeichnung und danken ihm herzlich für das Geleistete.

 

 

Vor 550 Jahren gestiftet - Das Heilig-Geist-Spital in Weißenhorn

Mit Leidenschaft und Akribie ...

Ein großes Dankeschön für so viel ehrenamtliches Engagement!

Mit viel Leidenschaft und Sorgfalt haben Anita Konrad und Helmut Schuler die in alter Handschrift verfassten Eingangsbücher und Eingangslisten des Heimatmuseums Weißenhorn transkribiert. Diese liegen nun in Abschrift, Ausdruck und als Digitalisat vor. So bilden sie eine wertvolle und unentbehrliche Hilfe für unser großes Projekt der Inventarisierung unserer Museumssammlung.

 

 

Die Arbeit in Zahlen::

Rund 800 Seiten Transkription

Rund 2.000 Seiten Digitalisate

 

 

Auf unserem Bild hält Helmut Schuler das originale Eingangsbuch von 1908-1933 in seinen Händen. Anita Konrad präsentiert die 302 Seiten umfassende Abschrift.

Auch die handschriftlichen Protokollbücher des Heimat- und Museumsvereins sind von Anita Konrad, Helmut Schuler und dem Ehepaar Spitzberg transkribiert und helfen uns ebenfalls bei der Inventarisation. Herzlichen Dank für diese wertvolle Mitarbeit!

Depotsanierung

Seit 2017 sanieren wir mit Hilfe der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern umfassend die Depots des Heimatmuseums. Der Bestand beträgt rund 30.000 Objekte und ist auf verschiedene Teildepots verteilt.

Der Schwerpunkt der Sanierung liegt auf dem Hauptdepot. Mit großem Aufwand wurde hier eine moderne Magazintechnik eingebaut. Schritt für Schritt können nun die Objekte sorgfältig sortiert gelagert und inventarisiert werden. Dabei sind uns zahlreiche ehrenamtliche Helfer mit großem Engagement behilflich.

Gesichtet, geordnet und bestimmt ...

Mit viel Kennerschaft und Lebensfreude...

Rund 1.200 Stück hat der passionierte Münzkenner Peter Kling aus Weißenhorn seit November 2018 neu geordnet und bestimmt. Herzlichen Dank für so viel ehrenamtliches Engagement!

Transkription und Digitalisierung der Protokoll- und Eingangsbücher

Wir digitalisieren und transkribieren die Protokollbücher des Museumsvereins und die Eingangsbücher des Museums als Grundlage zur Inventarisierung und Forschung. Wir danken ganz herzlich dem unermüdlichen Engagement von Anita Konrad, Helmut Schuler sowie dem Ehepaar Spitzberg. Sie haben sich dieser Aufgabe ehrenamtlich und mit größter Sorgfalt angenommen. Aktuell sind zwei Protokollbücher realisiert.