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Alltagsradeln in Weißenhorn

Stadtradeln vom 24. Juni -14. Juli 2019

Die Premiere kam in Weißenhorn gut an und konnte nicht besser sein. Trotz des guten Ergebnisses in 2018 hoffen wir auch in diesem Jahr noch mehr Alltagsradler aktivieren zu können. Nicht nur in den 3 Wochen des Stadtradelns vom 24. Juni bis zum 14. Juli 2019

Mit unseren 377 registrierten Radlerinnen und Radler vermieden wir so 7843 Kilogramm CO2 was dem Gewicht von über 5 Autos entspricht. Dies hat unsere Erwartung bei weitem übertroffen und wir freuen uns deshalb besonders über dieses Interesse am Radverkehr. Gleichzeitig ist dies auch ein Ansporn für uns, die Aktion auch im nächsten Jahr zu wiederholen.

Dennoch ist der Wettbewerbscharakter auch Teil des Stadtradelns und der Wunsch das „Konkurrenzteam“ oder Teampartner hinter sich zu lassen ist sicherlich auch Ansporn für viele das Auto stehen zu lassen. Deshalb freuen wir uns sehr, an dieser Stelle die erfolgreichsten Teams und Einzelfahrer des Stadtradelns 2018 bekannt zu geben.

Ergebnisse des STADTRADELN 2018

Teamwertung – Kilometer absolut

1.Platz:  Team „Stadtwerwaltung Weißenhorn“ mit 10220 km


2.Platz: Team „TSV 1847 Weißenhorn e.V.“ mit 9014 km


3.Platz: Team „Grundschule Weißenhorn-Nord“ mit 7812 km


Teamwertung – Kilometer pro Teilnehmer

1.Platz: Team „Woizaboiz“ mit 563,6 km pro Teammitglied


2.Platz: Team Mayers Sommerstraße mit 411,4 km pro Teammitglied


3.Platz Team „TSV 1847 Weißenhorn e.V.“ mit 375,4 km pro Teammitglied

Wir gratulieren allen Topplatzierten und sind schon jetzt auf die Platzierungen in diesem Jahr gespannt! Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und weiterhin viel Spaß beim Radeln! Bis zum nächsten Jahr.

Radverkehr in Weißenhorn

Fahrradfahren liegt voll im Trend der Zeit.

Sowohl das Alltagsradeln als auch die Freizeitgestaltung mit dem Fahrrad nimmt in den letzten Jahren stetig zu. Besonders am Herzen liegt mir das Alltagsradeln.Radfahren zum Arbeitsplatz, das Erledigen von Einkäufen – kurz das Benutzen des Fahrrads bei Ihren täglichen Wegstrecken - ist ein sehr großer Beitrag zum Schutz unserer Natur und Umwelt.

Die Nutzung des Fahrrads ermöglicht uns eine bewusste Entschleunigung unseres Alltags und eröffnet uns die Chance, unsere Umwelt und unsere Mitmenschen intensiver wahrzunehmen.

Die Stadt Weißenhorn, als sehr beliebte Wohnstadt, mit ihren ansässigen Unternehmen und ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten im Bereich des Groß- und Einzelhandels, bietet hier alle Voraussetzungen.

Ihre Lage im geografischen Zentrum des Landkreises Neu-Ulm ist ein guter Ausgangs- und Zielpunkt, den ländlichen Raum auch in der Freizeit mit dem Fahrrad zu erkunden.
Durch die sehr gute Erschließung mit Radwegen und die Anbindung durch den öffentlichen Personennahverkehr (DING) lässt sich unsere schöne Stadt wunderbar erleben.Die Stadt Weißenhorn lädt durch ihre liebevoll bewahrte, historische Altstadt, zwischen dem imposanten und malerischen Oberen und Unteren Stadttor, zu einem Besuch mit dem Fahrrad ein.Als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern ist unser erklärtes Ziel, gemeinsam durch die Unterstützung der AGFK, eine nachhaltige Verbesserung und Mehrung des Fahrradverkehrs im Alltag zu erreichenFahrradfahren muss aus meiner Sicht sicher, stressfrei und entspannt sein. Vor allem sind hier die Wege von und zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen zu berücksichtigen.Deshalb rufe ich Sie auf: „Nehmen Sie das Fahrrad!“. Alle unsere Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Sehenswürdigkeiten, kurzum alle Ihre Ziele, sind mit dem Zweirad direkt und einfach erreichbar.Ich freue mich, Sie in unserer fahrradfreundlichen Stadt begrüßen zu können.

Bürgermeister

Dr. Wolfgang Fendt

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge, bitte schreiben Sie uns an alltagsradler@weissenhorn.de oder kontaktieren Sie uns direkt unter folgenden Telefonnummern:

Bernhard Rembold, Tel.: 07309 84-107 oder Volker Drastik, Tel.: 07309 84-109

 

 

„Bester AGFK-Newcomer mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn

Die Ministerialdirektorin im Bayerischen Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Brigitta Brunner, zeichnete am 24.10.2018 während eines feierlichen Festaktes gemeinsam mit dem Vorsitzenden der AGFK Bayern, Landrat Matthias Dießl, fünf Städte als neue „Fahrradfreundliche Kommunen“ aus.

Zur Feier des Rades war geladen und mehr als 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden folgten der Einladung in den Festsaal des Schloss Dachau. Unter der Moderation von Roman Roell (BR) wurden in der gemeinsamen Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune in Bayern e.V. (AGFK Bayern) und des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr die Erfolge für den Radverkehr im Jahr 2018 gewürdigt. Hier ließ man die positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres Revue passieren.

Den Abschluss der Veranstaltung bildetet die Prämierung der besten Leistungen in der Kampagne STADTRADELN 2018. In der Kategorie „Bester AGFK-Newcomer mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn“ belegte die Stadt Weißenhorn den ersten Platz. Weißenhorn setzt damit ein positives Zeichen für nachhaltige Mobilität in Bayern und bekam dafür von der stellvertretenden AGFK Bayern Vorsitzenden, Susanne Lender-Cassens, ein elektrounterstütztes Lastenrad der Firma babboe überreicht.

 

Der Trend zum Radfahren lässt sich auch an der bundesweiten Aktion STADTRADELN ablesen, die in diesem Jahr wieder von der AGFK Bayern bayernweit unterstützt und der Teilnahmebeitrag für Kommunen mit 80.000 Euro vom Freistaat Bayern gefördert wurde. Allein in Bayern nahmen 217 Kommunen an der vom Klimabündnis organisierten Aktion zur klimaneutralen Fortbewegung teil – ein neuer Rekord.

Portrait eines Alltagsradlers

Es begann mit einer "Fahrradtour" zur Arbeit auf einer idyllischen Nebenstrecke von meinem knapp 40 km entfernten oberschwäbischen Wohnort zu meinem Arbeitsplatz in Weißenhorn vor 13 Jahren.

Ich hatte durch den Erwerb eines schnellen Liegerads die motivierende Erfahrung gemacht, dass damit auch weitere Strecken mit einem gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad deutlich geringeren Krafteinsatz gefahren werden können. So wurden im Laufe der Jahre immer mehr Autofahrten durch Fahrradkilometer ersetzt. Seit vielen Jahren konnte ich dadurch im langjährigen Mittel den Anteil meiner mit dem Kfz gefahrenen Kilometer auf 20 -40% senken und den Anteil der Fahrradkilometer auf 60 - 80 % der Gesamtfahrten zum Arbeitsplatz steigern.

Allein auf dieser einmal pro Woche gefahrenen Strecke konnte ich innerhalb der letzten zehn Jahre etwa 2,5 - 3 Tonnen CO2 einsparen (laut Umweltbundesamt 138 g CO2 pro Kilometer) und einen volkswirtschaftlichen Nutzen von - je nach Berechnungsgrundlage und Quelle 0,3 (ADFC) - 1 €uro (Umweltbundesamt) pro gefahrenen Fahrradkilometer, also etwa 6.000 - 20.000 Euro erzeugen. Eine Win-win-Situation, da Fahrradfahren neben dem positiven Umwelteffekt eben auch zusätzlich nicht nur die eigene Gesundheit und Lebensqualität fördert und steigert, sondern auch die Gesundheit und Lebensqualität aller Mitmenschen, und bei entsprechendem Krafteinsatz - aber bitte nicht weitersagen, da ansonsten das Marketingkonzept der Automobilindustrie zusammenbrechen könnte, wenn diese Information nachhaltig Verbreitung finden würde -  auch zusätzlich körpereigene Endocannabinoide freisetzt, die die gute Laune und Motivation am Arbeitsplatz in ungeahnte Höhen katapultieren können!

Ein ehemaliger Arbeitskollege fragte mich einmal, ob die Motivation für meinen individuellen Mobilitätswandel in dem Streben liege, mir einen Platz im "Ökohimmel"zu reservieren? Solch´ bedauernswerte Fragen kann eben nur stellen, wer die beglückende Erfahrung nie gemacht hat, nach 70 - 90 Minuten Kraftanstrengung ins Ziel einzulaufen und dabei 39 Kilometer, 269 Höhenmeter aufwärts und 343 Höhenmeter abwärts mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit (je nach Windrichtung, Trainingszustand und Ambition) von 26 -34 km/h hinter sich gelassen zu haben!

Im Übrigen kostet mich diese Strecke von hin und zurück 78 km insgesamt nicht mehr als 1,5 - max. 2 Stunden zusätzliche Fahrtzeit mit dem Rennliegerad gegenüber der mit dem Auto aufzuwendenden Fahrtzeit pro Arbeitstag!

Ich freue mich durch meine ganz persönliche "friday for future"- Demonstration (demonstrieren im Sinne von "Zeigen wie es auch ganz anders gehen kann!"), einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können, in einer dramatischen Zeit, in der junge Erwachsene, Jugendliche und Kinder Verantwortliche in Wirtschaft und Politik daran erinnern müssen, dass ohne ein radikales Umdenken die Zukunft der Menschheit unumkehrbar auf eine globale Katastrophe zuläuft, deren erste besorgniserregende Warnzeichen selbst in unseren gemäßigten Breiten in der Dürre des letzten Sommers 2018 bereits nicht mehr zu übersehen waren.

Herzliche Grüße

Alexej