Panel öffnen/schließenService

"Kuen - Corelli - Rom" - Ein bravouröser Auftritt

Vor rund 60 begeisterten Zuhörern boten am Freitag, 21. Juni Marta Kucbora (Cembalo), Christoph Urbanetz (Viola da Gamba) und Marcin Osiak (Violine) einen bravourös vorgetragenen Gang durch die Kammermusik des späten 17. und 18. Jahrhunderts. Noch jung an Jahren demonstrierten alle drei Musiker, dass sie zu Recht als ausgewiesene Meister ihres Faches international gefragt sind. Besonders mitreißend war der Vortrag von Arcangelo Corellis (1543-1713) Sonate für Violine und Basso Continuo Op. 5 sowie das von Marcian Osiak virtuos  präsentierte Solostück "Pasacaglia" von Heinrich Ignaz Franz Biber. Eine glückliche Abrundung bildete die schön dekorierte Leonhardskapelle der Stiftungsklinik Weißenhorn. Mit ihrer barocken Ausstrahlung bot sie der musikalischen Aufführung den richtigen Rahmen.

Wir danken allen, die zum Gelingen dieses hervorragenden Konzertabends beigetragen haben.

Mit freudiger Begeisterung ...

haben sich viele kleine (und auch große) Hände auf unsere Vorlagen gestürzt und gemeinsam ein prachtvolles und kunterbuntes Bild in der Art von Franz Martin Kuen geschaffen. Das Ergebnis kann im Heimatmuseum besichtigt werden.

 

Unsere nächste Kinderaktion zum Kuen-Jubiläum startet unter dem Mott "Engel, Putten und Co." am Samstag, 29 Juni.

Franz Martin Kuen (1719-1771) - Jubiläumsprogramm zum 300. Geburtstag

 

 

 

2019 feiert das Weißenhorner Heimatmuseum gemeinsam mit dem Landkreis Neu-Ulm, dem Bildungszentrum Roggenburg, dem Heimat- und Museumsverein Weißenhorn sowie weiteren Bildungsträgern den 300. Geburtstag des Weißenhorner Rokoko-Malers Franz Martin Kuen (1719 – 1771). Er war einer der bedeutendsten Kirchenmaler seiner Zeit in Schwaben und zählt heute zu den berühmtesten Personen in der Geschichte der Stadt Weißenhorn.

Zunächst in Augsburg, später in Venedig und Rom, hatte er sich die neuesten Formen der barocken Deckenmalerei angeeignet. Geschickt verstand er es, diese für Grafen, Pilger und Prälaten, für Klöster, Kirchen und Kapellen zum Einsatz zu bringen.

Er stammte aus einer angesehenen Künstlerfamilie, zählte bedeutende Kirchenleute zu seinen Verwandten und wuchs auf in einer vorderösterreichischen Kleinstadt, die sich unter den Fuggern zu einem wohlhabenden Zentrum handwerklicher und künstlerischer Tätigkeit entwickelt hatte.

Ausgehend von hier führte ihn seine Tätigkeit weit hinaus - im Osten bis zum Ammersee, im Süden bis zum Bodensee und nach Westen bis hin zum Federsee. An über 50 Orten begegnet man noch heute seinen Altarbildern und weit gespannten Deckenfresken, überwiegend im Raum zwischen Iller, Donau und Mindel. Herausragend hierunter das Prämonstratenserkloster Roggenburg. Hier wirkte er über fast zwanzig Jahre hinweg als eine Art Hofmaler, und bereicherte nahezu die gesamte Anlage mit Gemälden und Fresken.

Im Zentrum des umfangreichen Jubiläumsprogramms stehen zwei Ausstellungen.

Vom 13. April bis 30. Juni

ist im Heimatmuseum die Ausstellung „Franz Martin Kuen – Bürger und Künstler in Weißenhorn„ zu sehen. Sie gibt Einblick in das Leben des Künstlers, geht auf seine Bedeutung als Deckenmaler ein und beleuchtet das damalige Lebensumfeld seiner Heimatstadt.

Vom 18. Juli bis 1. Dezember

zeigt das Bildungszentrum Roggenburg in Zusammenarbeit mit dem Weißenhorner Heimatmuseum die Ausstellung „Franz Martin Kuen (1719-1771) – Schwäbische Frömmigkeit in venezianischem Glanz“. Vor dem Hintergrund der noch erhaltenen Werke in Kirche und Kloster beleuchtet sie das künstlerische Wirken Kuens. Neben einigen Gemälden werden nahezu alle bekannten Ölskizzen und Zeichnungen des Künstlers in einer Zusammenschau präsentiert.

Beide Ausstellungen werden von Konzerten, Exkursionen, Führungen, Vorträgen und Kinderaktionen begleitet.

Nähere Informationen dazu auch unter:

www.kultur-im-kloster.info

www.landkreis.neu-ulm-tourismus.de

Begleitend dazu sind zwei Broschüren erschienen:

„Kuen erfahren. Ein Ausflug in die Welt barocker Deckenbilder“. Herausgegeben vom Landkreis Neu-Ulm, 2018.

„Im Himmel und auf Erden. Der Kirchenmaler Franz Martin Kuen (1719-1771)“. Herausgegeben von der Katholischen Erwachsenenbildung Landkreis Neu-Ulm e.V., 2019.

Blick in die Weißenhorner Ausstellung "Franz Martin Kuen - Bürger und Künstler in Weißenhorn"

Das Programm in Weißenhorn

Bitte beachten

Gegenüber früheren Ankündigungen

findet das Konzert in der Leonhardskapelle Weißenhorn am Freitag, den 21. Juni, um 19 Uhr statt.

 

Den Flyer zum Download

F.M. Kuen, Selbstporträt zusammen mit Baron Vöhlin in der Schlosskapelle Illertissen, 1751.

Werke

  • Die Darbringung im Tempel, Fresko in der Wallfahrtskapelle Matzenhofen, 1748
  • Ehm. Zisterzienserinnen-Klosterkirche in Baindt bei Ravensburg (1763)
  • Klosterkirche Roggenburg (1754)
  • Die Mission der Benediktiner in Amerika, Ausschnitt aus dem Kuppelfresko in der Bibliothek des ehamligen Klosters Wiblingen bei Ulm, 1744
  • Schlosskapelle Illertissen (1751)
  • Ehm. Schloßkirche Erbach (1769)
  • Der Triumphzug der Ecclesia, Ausschnitt aus dem Fresko im Langhaus der Kirche St. Michael zu den Wengen, Ulm, 1743 (1944 zerstört)
  • Wallfahrtskirche Maria Kappel bei Schmiechen (1754)
  • F.M. Kuen, Selbstbildnis von 1752 in der Pfarrkirche Attenhofen
  • F. M. Kuen, Verherrlichung eines Feldherrn, aus dem venezianischen Skizzenbuch, Weißenhorner Heimatmuseum.